www.yaez.com

BAföG, Kindergeld, Stipendium: So finanzierst du dein Studium




Kindergeld

Solange du minderjährig bist und bei deinen Eltern wohnst, hast du einen Anspruch auf Kindergeld. Jedoch bekommst nicht du das Geld, sondern deine Eltern. Sie bekommen das Geld von der Familienkasse und verwalten es für dich.Mit deinem 18. Geburtstag bist du volljährig und verlierst somit auch erst einmal den Anspruch auf Kindergeld. Deine Eltern erhalten dann eine Benachrichtigung und werden gebeten, die Familienkasse über deine Zukunftsplanung zu informieren. Gehst du weiterhin zur Schule, beginnst eine Ausbildung, ein Studium oder einen Freiwilligendienst, kannst du weiterhin Kindergeld bekommen. Das gilt allerdings nur, wenn es deine Erstausbildung ist. Spätestens mit 25 Jahren gibt es kein Kindergeld mehr. Ansonsten heißt es: Mindestens 194 Euro pro Monat.[yaez-box]Was muss ich dafür tun? Im Studium musst du regelmäßig deine Studienbescheinigung bei der Familienkasse einreichen. In dem Monat, in dem du deine Abschlussnote der Uni bekommst, endet dein Kindergeldanspruch. Möchtest du nach deinem Bachelor noch den Master machen, zählt dieser ebenfalls zu deiner Erstausbildung, denn diese endet erst, wenn du mit dem ganzen Studium fertig bist.[/yaez-box]

BAföG

Die sicherste und nachhaltigste Form zur Finanzierung deines Studiums ist das BAföG. Die Hälfte musst du nach deinem Studium zinsfrei zurückzahlen, die andere Hälfte ist geschenkt. Doch wer BAföG will, muss erst mal eine Menge Formulare ausfüllen.Die Höhe deines BAföG-Satzes wird nach deinem Bedarf berechnet. Daher brauchst du Informationen über deine Versicherung, deine Vermögenswerte, Nebenjobs, Einkünfte durch Zinsen. Ob du noch zu Hause wohnst oder schon ausgezogen bist, kann bei der Berechnung wichtig sein. Natürlich müssen auch deine Eltern vor dem BAföG-Amt einiges vorzeigen. Wenn sie arbeiten, müssen sie den Unterlagen die letzte Einkommenssteuererklärung vorlegen und über weitere Einkünfte Auskunft geben. Acht Formulare und regelmäßige Rückmeldung ermöglichen dir das Studium.[yaez-box]Wie viel? Die BAföG-Sätze schwanken meist zwischen rund 370 und 670 Euro.Wer? Falls du dir unsicher bist, ob dir überhaupt BAföG zusteht, kannst du bei einem BAföG-Rechner herausfinden. Zum Beispiel bei dem des Deutschen Studentenwerkes. Auch wenn du keine deutsche Staatsbürgerschaft hast, kannst du BAföG bekommen. Informiere dich in diesem Fall am besten bei deinem zuständigen BAföG-Amt.Warum nicht? Hast du einen Nebenjob, bei dem du mehr als 450 Euro im Monat verdienst, kann deine Förderung sinken.[/yaez-box]

Auslands-BAföG

Eine gute Möglichkeit zur finanziellen Förderung für deinen Auslandsaufenthalt ist Auslands-BAföG. Das kannst du übrigens unabhängig davon beantragen, ob du sonst reguläres BAföG beziehst. Denn auch wenn du im Inland keinen Anspruch hast, kann es gut sein, dass du zumindest einen Zuschuss für deinen Trip ins Ausland bekommst.Am besten informierst du dich mindestens sechs Monate vor deinem Auslandsaufenhalt über den Antrag.[yaez-box]Wo finde ich den Antrag? Bei dem Auslandsamt stellen, dass für dein Wunschland zuständig ist. Auch hier gibt es sogenannte Formblätter, die du auf der Webseite des Ministeriums für Bildung und Forschung herunterladen kannst.Was brauche ich dafür? Du brauchst eine vorläufige Einschreibungs- oder Immatrikulationsbescheinigung.Zwei Förderungen? Geht das? Wirst du durch ERASMUS gefördert, musst du auch das nachweisen können. Deine ERASMUS-Förderung kannst du bis zu einer Höhe von 300 Euro parallel zum Auslands-BAföG beziehen. Eine Mietbescheinigung deiner Unterkunft im Ausland kann ebenfalls vom Amt gefordert werden. Wie auch beim regulären BAföG gilt hier die 450-Euro-Grenze für einen Nebenjob.[/yaez-box]

Stipendien

Stipendien sind nur was für Streber und Überflieger? Falsch gedacht. Denn die besten Chancen auf ein Stipendium hat jeder, der sich dafür bewirbt! Rund ein Drittel aller Bewerbungen sind erfolgreich. Vor allem bei Begabtenförderungswerken spielen tatsächlich die Leistungen im Studium eine große Rolle. Aber es gibt auch andere Aspekte, die für ein Stipendium ausschlaggebend sein können, zum Beispiel ehrenamtliches Engagement. Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet normalerweise der Stipendiengeber. Beim Deutschlandstipendium ist das zum Beispiel die jeweilige Hochschule.  Wie eine Bewerbung aussehen muss, entscheidet auch der Stipendiengeber. Doch eines steht bei allen Stipendiumsbewerbungen fest: Gibt dir Mühe! Schließlich musst du den Stipendiengeber davon überzeugen, dass er dich und nicht jemand anderen fördert. Die Höhe eines Stipendiums kann variieren, doch der Vorteil ist, dass du das Geld nicht zurückzahlen musst. Es handelt sich also quasi um ein Geschenk. Bei der Suche nach dem passenden Stipendium für dich hilft dir www.mystipendium.de.

Studienkredit und Bildungsfonds

Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, ein Studium mit einem Studienkredit zu finanzieren. Davon raten die Studentenwerke jedoch ab. Denn mit einem solchen Kredit startest du mit Schulden ins Berufsleben. Eine Alternative sind Bildungsfonds.In einem Bildungsfonds legen Investoren Geld an, welches dann an Studenten während ihrer Ausbildung ausgezahlt wird. Die Investoren spekulieren darauf, dass Akademiker später ein gutes Gehalt bekommen, von dem sie dann einen zuvor festgelegten prozentualen Anteil nach ihrem Studium in den Fonds einzahlen. Zahlen sie mehr zurück, als sie vorher erhalten haben, erwirtschaften die Investoren Gewinne. Doch es besteht auch die Gefahr, dass die jungen Akademiker nur wenig verdienen oder gar keinen Job finden. Dann machen die Investoren Verlust, denn der Student zahlt weniger oder gar nichts von dem zurück, was er in seinem Studium erhalten hat. Grundsätzlich kann sich jeder bei einem Bildungsfondsanbieter bewerben.[yaez-box]Wie viel bekomme ich? Bei der Deutschen Bildung werden beispielsweise 350 bis 400 Euro gezahlt, möglich sind aber bis zu 1000 Euro.Wer wird gefördert? Die Anbieter suchen sich ihre Studenten sorgfältig aus. Klappt am Ende alles, erhält man einen Vertrag in dem der monatliche Betrag, die Laufzeit, die Rückzahlungsdauer und der Prozentsatz, den man von seinem späteren Gehalt zurückzahlen muss, angegeben sind.[/yaez-box]Im Gegensatz zu einem Kredit ist man bei einem Bildungsfonds flexibler und besser gegen Risiken gewappnet. Letztendlich gilt aber: Kein Geld leihen, dass man nicht unbedingt braucht, denn Schulden sind immer eine Belastung!
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
URL: