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Arbeiten bei der Bank oder einer Versicherung: Silvia Klausing klärt auf




Muss man ein Mathegenie sein, um bei einer Bank oder einer Versicherung zu arbeiten?

Nein. In diesen Branchen sind vor allem Eigenschaften gefragt, die im Umgang mit Kunden wichtig sind: Kunden- und Serviceorientierung sowie Kommunikationsfähigkeit für Beratungs- aber auch Verhandlungsgespräche, Verschwiegenheit und Verantwortungsbewusstsein – etwa im Umgang mit dem Geld der Kunden – und wirtschaftliches Denken. Natürlich sollte man auch ein bisschen zahlenaffin sein, da man Finanzierungsmodelle verstehen und eigene Berechnungen durchführen muss. Dabei benötigt man allerdings nicht die „hohe“ Mathematik.

Trocken und spießig, solide und sicher? Welches Klischee stimmt denn nun?

Natürlich sollte man ein gewisses Maß an Seriosität ausstrahlen. Das äußert sich in einem gepflegten Erscheinungsbild und guten Umgangsformen. Darauf wird schon bei den Auswahlgesprächen geachtet. [pullquote]Auf gute Umgangsformen wird schon geachtet.[/pullquote] Schließlich berät man Menschen und übernimmt damit auch Verantwortung. Ob man die Materie aber als „trocken“ empfindet, hängt vor allem von den eigenen Interessen ab. Im täglichen Umgang mit den Kunden werden die Produkte der Bank oder der Versicherung erläutert und gemeinsam mit den Kunden eine passende Lösung erarbeitet. Dazu gehört auch, sein umfangreiches Wissen durch regelmäßige Schulungen aktuell zu halten und immer konzentriert und exakt zu arbeiten.

Ausbildung oder Studium – wie finde ich das Richtige für mich?

Für diese Entscheidung ist es wichtig, sich selbst und seine Situation richtig einzuschätzen: Bin ich froh, dass ich die Schule beendet habe und nun endlich in die Praxis einsteigen kann? Dann ist die Ausbildung mit dem Wechsel zwischen Praxis und Berufsschule genau richtig. Habe ich Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten und möchte später möglichst eine Führungsposition einnehmen? Dann ist ein Studium ratsam. Um objektiv entscheiden zu können, bekommt man zum Beispiel auf der Homepage der Agentur für Arbeit unter „Studium oder Ausbildung? Oder beides?“ viele Tipps.[yaez-box]Wusstest du schon...
  • Der Frauenanteil in den Vorständen und Aufsichtsräten der 100 größten Banken in Deutschland ist 2017 auf knapp 9 beziehungsweise 23 Prozent gestiegen.
  • 301.300 Angestellte sind bei Versicherungsunternehmen und im Versicherungsvermittlergewerbe beschäftigt. Zusätzlich gibt es etwa 253.400 selbstständige Versicherungsvermittler und -berater.
  • Je nach Tarifvertrag liegen die Einstiegsgehälter für Bankkaufleute zwischen 2200 und 2500 Euro brutto.
  • Im Absolventenjahrgang Versicherungswirtschaft 2015 betrug das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach dem Bachelor 36.400 Euro.
[/yaez-box]Du willst noch mehr erfahren? Thomas, Julia, Joleen und Carolin arbeiten bereits im Finanzsektor und erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen: https://www.yaez.de/zukunft/klischee-check-arbeiten-in-der-finanzbranche/
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