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Vom Schüler zum Chef: App-Entwickler mit 15




[pullquote]Der Unterricht sollte näher am echten Leben sein![/pullquote]Wie kommt man eigentlich mit 15 dazu, eine App zu entwickeln?Ich habe ein Auslandsjahr in den USA verbracht und dort viele neue Leute kennengelernt. Mit der Zeit fand ich es immer schwerer, mich mit meinen Freunden zu verabreden. Der eine hatte kein Whatsapp, die andere kein Snapchat … oft sind spontane Treffen einfach an der Logistik gescheitert. Da dachte ich mir, dass es dafür eine bessere Lösung geben muss – und schon war trember geboren.Was war die Grundidee von trember?Ich wollte eine App schaffen, mit der man sich super einfach und vor allem auch spontan mit seinen Freunden verabreden kann ohne sich in endlosen, nervigen Nachrichtenverläufen zu verlieren. Außerdem sollte es unabhängig davon sein, ob die anderen die App überhaupt auf dem Handy haben. Mit trember kann ich einfach einen Link zu einer Veranstaltung oder einem spontanen Treffen per SMS schicken oder den Link teilen, ganz unabhängig von der App. Auch den Schulalltag erleichtert die App: Lerngruppen und Co. können ganz easy ohne lästigen Gruppenchat organisiert werden.Was unterscheidet trember noch von anderen Apps?Der größte Unterschied ist, dass es bei trember darum geht, etwas im echten Leben zu unternehmen! Die App ist nur das Mittel, ein digitales Sprungbrett quasi, für mehr Zeit mit den Freunden in der realen Welt – ohne Smartphone & Co.  Sie geht also einen Schritt weiter. Während ich bei anderen Social-Media-Apps vor dem Handy sitze und zuschaue, wie andere coole Unternehmungen starten, hilft mir trember, ein Teil davon zu sein und selbst etwas zu erleben.Dein Vater hat dich bei der Entwicklung von trember unterstützt, war die Zusammenarbeit immer einfach?Da mein Vater schon Erfahrung in dem Bereich hatte, hat es sich angeboten, dass er mich bei der Umsetzung meiner App-Idee unterstützt. Er hat die App Skrill gegründet und dadurch einfach viel mehr Erfahrung als ich, vor allem im Marketing. Ich fand es spannend, eine Perspektive aus einer anderen Generation auf die Entwicklung zu bekommen – außerdem habe ich eine ganz neue Seite an ihm kennengelernt. Auf einmal war er nicht mehr nur mein Vater, sondern mein Geschäftspartner. Aber wir haben auch versucht, die beiden Bereiche zu trennen, sonst hätte es wahrscheinlich ab und zu gekracht.Hast du Programmieren eigentlich im Unterricht gelernt?Nein, das habe ich mir selbst beigebracht. Ich habe das Grundkonzept von trember selbst entwickelt und als es dann zu technisch wurde, haben mich Programmierer unterstützt. Für die Entwicklung der App konnte ich eigentlich nichts, was ich in der Schule gelernt habe, umsetzen. Das ist schon schade – ich würde mir wünschen, dass der Unterricht näher am echten Leben ist: Wie funktioniert ein Unternehmen? Was muss ich wissen, um selbst Gründer zu werden? Solche Fragen sind doch total spannend und finden an Schulen überhaupt nicht statt.Du bist in der 11. Klasse, bleibt dir überhaupt Zeit zu lernen?Schule und trember gerecht zu werden ist manchmal tatsächlich nicht so einfach, ich lege öfters eine Nachtschicht ein. Aber es hat sich gelohnt: Seit letztem Herbst ist die App online und bisher läuft es wirklich gut. Und meine Lehrer sind sehr verständnisvoll und finden auch cool, was ich mache. Ich denke, für mein Leben nach der Schule verschafft mir die App-Entwicklung einen großen Vorteil.Trember gibt’s kostenlos für iOS und Android. Infos findest du auf trember.com
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