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Arno ist Schülersprecher: „Der Job ist mein Hobby geworden“




Arno hat gerade sein Abitur geschafft und berichtet über seine Zeit als Schülersprecher am Karlsgymnasium in München. Wir wollten wissen, warum man sich eigentlich neben Schulstress, Hobbys noch zusätzliche Arbeit aufhalst.Ist das dein erstes Jahr als Schülersprecher?Nein, aktuell bin ich in meinem dritten Jahr. Bei uns kann man ab der 9. Klasse Schülersprecher werden. Ich habe mich damals auch direkt aufstellen lassen, wurde aber zunächst nicht gewählt. Ein Jahr später habe ich es dann nochmal versucht und es hat geklappt. Ich erinnere mich noch an meine “Wahlrede”: „Ich habe einfach Bock drauf, für euch einzustehen.“ Weniger ist eben manchmal mehr.Wann und warum hast du dich dazu entschieden, zu kandidieren?Bis zur 9. Klasse war ich schon einige Jahre lang Klassensprecher und habe auch im Orga-Team für die Schulgemeinschaft geholfen. Ich habe gemerkt, dass mir das großen Spaß macht und man so auch Mitschülern eine große Freude machen kann: ein Grund, der mich immer wieder motiviert, weiterzumachen!Hast du während deiner Zeit als Schülersprecher etwas Besonderes auf die Beine gestellt?Es stehen natürlich alltägliche Dinge an, die bei uns regelmäßig stattfinden: Das Sommerfest oder der Adventsbasar zum Beispiel. Das sind Veranstaltungen, bei der jede Klasse etwas anbietet, also Gebasteltes oder Essen oder Aktivitäten, für die die anwesenden Eltern dann einen kleinen Betrag bezahlen. Das besondere daran ist, dass wir den gesamten Betrag spenden. Nach Ägypten. Hier haben wir eine Partnereinrichtung, die wir seit Jahren finanziell aber auch mit Muskelkraft unterstützen. Vor zwei Jahren haben wir einen Spendenlauf organisiert, mit dem wir einen Kleinbus finanzieren konnten, der verletzte Kinder in ländlichen Gegenden zur nächsten Krankenstation fährt.ist auch mal etwas total lustiges passiert?Das wohl witzigste, was in meiner Zeit passiert ist, war am Tag unseres Adventsbasars. Wir brauchten noch zwei Christbäume und hatten kein Transportmittel zur Verfügung. Der nächste Baumarkt ist allerdings zu Fuß ein paar Meter weg und so machten wir uns mit zwei Fahrrädern auf den Weg. Bei Eiseskälte. Am Ende landeten wir mit unserer Aktion sogar bei Jodel. Alles in allem dann ein sehr erfolgreicher und lustiger Tag.Hattest du auch mal Schwierigkeiten in deinem Amt?Schwierigkeiten gibt es natürlich immer, zum Beispiel wenn mal was in der Planung nicht läuft oder es mit den Lehrern und Eltern Meinungsverschiedenheiten gibt. Sowas vergisst man aber meist schnell wieder, weil es eben Kleinigkeiten sind.Was kannst du von deiner Tätigkeit für deine Zukunft mitnehmen?Im September fange ich ein duales Studium im öffentlichen Dienst an. Ich weiß jetzt schon, wie man Veranstaltungen organisiert oder wie man im Gespräch mit "wichtigen" Leuten auftritt, das wird mir bestimmt im Berufsalltag helfen.Welche Eigenschaften sollte man als Schülersprecher mitbringen?Zuverlässigkeit, Motivation und Höflichkeit sind auf jeden Fall sehr wichtig. Man sollte sich bewusst sein, dass man von nun an für jeden an der Schule mitverantwortlich ist und alle Schüler vertritt. Deswegen sollte man jedem Mitschüler gegenüber höflich sein und stets freundlich auftreten.Wie hoch ist der Zeitaufwand?Wenn sich Bewerber vorstellen, die Schülersprecher werden wollen, sagen wir immer, dass es an jedem selbst liegt, wie viel Zeit er investieren möchte. Ich habe den Job zu meinem größten Hobby gemacht und investiere viele Stunden! Natürlich kann man auch weniger investieren und ein sehr guter Schülersprecher sein! Das ist jedem selbst überlassen.
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