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Pfand drauf: Flaschen sammeln für den guten Zweck




Sie sind groß, weiß und stehen an Schulen oder in Jugendzentren: die Pfandboxen des Projekts „Spende Dein Pfand“. Wer seine Pfandflasche hineinwirft, kann ganz einfach Gutes bewirken. Denn am Ende jeden Monats werden die gesammelten Dosen und Flaschen gegen das Pfandgeld eingetauscht, und das Geld kommt einem gemeinnützigen Projekt zugute. „Pro Schule kommen wir etwa auf einen Betrag von 30 bis 70 Euro im Monat“, sagt Projektleiter Shahwan. Klingt eigentlich nach einer simplen Idee, die einfach umzusetzen ist. Allerdings steckt ein enorm großer organisatorischer Aufwand dahinter.

Koordination on point

Die recyclebaren Sammeltonnen stehen mittlerweile in ganz Deutschland. Geliefert werden sie allerdings von einer Firma aus London. Doch wie kommen sie von dort zu einer Schule? Und wer kümmert sich um das Pfandgeld? Dafür hat sich Shahwan eine geschickte Lösung einfallen lassen: Zu seinem Team gehören mittlerweile sechs Bundeskoordinatoren. Sie sind jeweils für ein Bundesland zuständig und haben sich zusätzlich ein Team aus Stadtkoordinatoren zusammengestellt. Direkt vor Ort können sie sich um sämtliche organisatorische Angelegenheiten rund um die Tonnen und das Pfand kümmern und müssen keine weiten Wege fahren. Sobald eine Schule oder andere Einrichtung sich am Projekt beteiligen möchte, werden neue Stadtkoordinatoren angeworben – mitmachen kann jeder.Zum Projektteam gehören inzwischen über 20 Schüler oder Studenten, jeder kann seine Stärken in Bereichen wie Finanzen oder Marketing einbringen. Persönlich getroffen haben sie sich als komplettes Team noch nie. Zur Organisation nutzen sie digitale Projektmanagementtools und jeden zweiten Sonntag treffen sie sich zu einer Besprechung – via Skype. Shahwan sieht darin nur Vorteile: „Richtige Treffen kosten Geld und Zeit. Durch die digitalen Möglichkeiten können wir viel produktiver sein.“Die Idee zum Pfandprojekt kam Shahwan eher zufällig: Im August 2014 besuchte der 21-Jährige als Nachhilfelehrer eine Hauptschule für Migranten. Die Schüler hatten dort einen Wäschekorb platziert, in dem sie Pfandflaschen sammelten, die gespendet wurden. Eine Idee, die Shahwan so überzeugte, dass er als Schulsprecher eine ähnliche Aktion an seiner eigenen Schule in Köln auf die Beine stellte. In einer Umfrage wurde bestätigt, dass seine Idee super ankommt. Schnell war klar: Das Projekt soll wachsen und groß werden. Da er neben dem Gymnasium noch die Junior Management School besuchte, konnte er einen ausgereiften Businessplan zu entwickeln und sich durch sein Netzwerk ein produktives Team zusammenstellen.

Von Schülern für Schüler

Mittlerweile gibt es die Pfandboxen an vielen Schulen, so kommen viele Spendengelder zusammen. Bis vor Kurzem gingen sie noch an bereits existierende Hilfsprojekte, wie beispielsweise an die Erdbebenopfer in Italien. Das Team möchte aber in Zukunft eigene Kampagnen mit dem gesammelten Geld umsetzen. Unterstützt wird er dabei vom Jugendprogramm Think Big. Besonders wichtig ist ihm dabei das Thema Bildung. „Wir möchten zum Beispiel jesidischen Mädchen aus dem Nordirak eine Ausbildung ermöglichen.“ Aktuell sind daher Kampagnen aus verschiedenen Bereichen in Planung, mit denen jungen Menschen geholfen werden kann. „Unser Ziel ist es, eine bundesweite Initiative zu werden, die es jedem ermöglicht, ganz einfach etwas Gutes zu tun“, sagt Shahwan.[yaez-box]Alle Infos zum Projekt gibt es hier.Ihr wollt eine Pfandbox an eure Schule holen? Einfach E-Mail an mitmachen@spendedeinpfand.com schicken![/yaez-box]
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