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Branchenfokus: Jetzt wird gehandelt!




Der Handel ist ein großes Berufsfeld und es gibt viele verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Egal ob eine Ausbildung oder ein Studium, der Schlüssel in die Handelsbranche ist erst einmal Interesse und Offenheit.Mein Handelseinstieg: duales BWL-StudiumNicolas, 24, ist als Bezirksleiter bei einem Drogerieunternehmen als Bezirksleiter für mehrere Filialen und rund 180 Mitarbeiter verantwortlich.Handel Früher wollte ich mal Pilot werden. Nach dem Abi ging ich trotzdem auf Nummer sicher: Ich bewarb mich nicht nur in der Luftfahrt, sondern auch beim Hamburger Drogerieunternehmen Budni für ein duales BWL-Studium. Eine ziemlich gute Entscheidung! Am gleichen Tag, an dem die Absage für die Pilotenausbildung kam, steckte die Zusage von Budni im Briefkasten. Schon die Ausbildung machte mir riesig Spaß. Ein Warensortiment kennenlernen, Regale auffüllen, Ware nachbestellen, kassieren und Kontakt mit den Kunden. Dazu kam die Theorie in meinem Studiengang „Business Administration“ mit dem Schwerpunkt Marketing und Vertrieb. Auch Stationen in der Marketing- oder Personalabteilung brachten unzählige neue Eindrücke. Am meisten begeisterte mich der tägliche Kundenkontakt im Verkauf.[yaez-box] Schon gewusst?Täglich hat der deutsche Handel 50 Millionen Kundenkontakte.150.000 Menschen machen derzeit eine Ausbildung im Handel. [/yaez-box]In der Filiale ist jeder Tag anders. Man muss flexibel sein, kann aber auch viele Dinge eigenständig ausprobieren, hat einen großen Gestaltungsspielraum und lernt unglaublich viel darüber, was die Kunden wollen. Nach dem Studium übernahm ich die Leitung einer eigenen Filiale in Henstedt-Ulzburg. Mit kaum 20 Jahren hatte ich plötzlich die Verantwortung für ein kleines Team, durfte über das Sortiment (mit-)bestimmen und die Kunden beraten. Ganz schlecht habe ich mich wohl nicht angestellt. Immerhin bekam ich bald die Chance, noch einen berufsbegleitenden Master in „Global Management and Governance“ zu machen. Auch meine Verantwortung wuchs weiter.

Es wird nie langweillig

Heute manage ich als Bezirksleiter gut 15 Filialen. Jede dieser Filialen besuche ich etwa zwei Mal im Monat. Dann spreche ich mit den Teamleitern über das Sortiment, neue Mitarbeiter, Umsätze und Kundenwünsche. Ich schätze nach wie vor die große Abwechslung im Handel und den engen Kontakt zu den Menschen. Eine weitere Besonderheit meines Jobs ist die große Freiheit. Ich bin mein eigener Chef und kann die Filialen und ihr Sortiment aktiv mitgestalten – in der Vorstadt mit den vielen Familien setze ich auf eine größere Babyecke, im hippen Stadtviertel eher auf vegane Snacks und Kosmetik.[yaez-box] Schon gewusst?Gehälter im Handel: Nach der Ausbildung verdienen Kaufleute durchschnittlich 1.500 bis 2.200 Euro brutto. Deutlich besser sehen die Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen aus. Hier liegt das Durchschnittsgehalt bei knapp 3.000 Euro brutto.[/yaez-box]

Mein Handelseinstieg: Kaufmann für E-Commerce

Carl, 20, macht eine Ausbildung zum Kaufmann für E-Commerce bei einem Sneaker-Händler. Diesen Ausbildungsberuf gibt es erst seit diesem Jahr.Handelseinstieg: Kaufmann für E-CommerceFür mich ist das schon die zweite Ausbildung. Nach dem Realschulabschluss lernte ich Einzelhandelskaufmann bei einer Elektromarktkette.[yaez-box] Schon gewusst?Die Handelsausbildung ist beliebt: Unter den zehn beliebtesten Ausbildungsberufen sind auch einige Handelsberufe. Auf Platz sieben landen Kaufleute im Groß- und Außenhandel, auf Platz fünf Industriekaufleute. Die Plätze zwei und drei belegen Einzelhandelskaufleute und Verkäufer/-innen.[/yaez-box]Richtig gefallen hat mir der Job allerdings nicht, vor allem der Kundenkontakt war oft anstrengend. Auf der Suche nach einer Alternative stieß ich auf eine Stellenanzeige des Sneaker-Stores 43einhalb. Gesucht wurde ein Auszubildender zur/zum „Kauffrau/-mann für E-Commerce“. Gerade der digitale Schwerpunkt hat mich sofort überzeugt. Ich gehe wie viele meiner Generation eher selten in Geschäfte und bestelle vieles im Internet. Auch mein heutiger Arbeitgeber war mir nicht unbekannt. In meiner Heimatstadt Fulda kennt eigentlich jeder den Sneaker-Laden. Die beiden Gründer Mischa und Oli haben aus einem kleinen Laden für Turnschuhe ein großes Unternehmen mit fast 70 Mitarbeitern, zwei Geschäften und Online-Shop gemacht.

Hobby und Beruf

In meinem Schuhschrank stehen derzeit etwa 25 Paare. Viele davon habe ich auch bei 43einhalb gekauft, online natürlich. Außerdem lese ich fast täglich große Sneaker-Blogs und schaue Turnschuh.tv auf YouTube. Für meine Kollegen habe ich sogar schon eine Liste mit wichtigen Informationsquellen zu neuen Modellen und spannenden Sneaker-Trends zusammengestellt. Eine gewisse Affinität zu Social-Media-Kanälen oder Blogs ist für meine Ausbildung sehr wichtig.[yaez-box] Schon gewusst?Am stärksten wächst der Online-Handel. Über 50 Prozent der Deutschen kauft regelmäßig im Internet – nicht nur Schuhe, Mode oder Elektrogeräte, auch Lebensmittel werden immer häufiger online bestellt.[/yaez-box]Gerade kümmere ich mich um das Einpflegen von neuen Schuhen in das Warenwirtschaftssystem und den Online-Shop. Also aus welchen Materialien bestehen die Schuhe, in welchen Farben und Größen haben wir das Modell vorrätig. Ich helfe auch im Lager oder mache Bestellungen für den Versand fertig. Besonders freue ich mich aber auf neue Inhalte wie Online-Marketing oder Mediengestaltung – das sind auch meine nächsten Stationen im Laden.

Mein Handels-Einstieg: Praktikum im Content Marketing

Manon, 25, kümmert sich um das Content Marketing bei einem Online-Hofladen für tagesfrische und regionale Lebensmittel.Mein Weg in den Handel war lange nicht absehbar. Nach dem Abi wollte ich die Welt sehen, vor allem Sprachen und Reisen interessierten mich. Deshalb studierte ich in Bremerhaven Kreuzfahrt-Tourismus-Management. Eine tolle Zeit, ich sammelte viel Auslandserfahrungen, war zum Beispiel vier Monate als Praktikantin auf einem großen Kreuzfahrtschiff.[yaez-box] Schon gewusst?Das größte Handelsunternehmen und einer der größten Arbeitgeber der Welt ist Walmart aus den USA. Das Unternehmen beschäftigt 2,3 Millionen Menschen. Auf Platz vier der größten Handelsunternehmen ist auch ein deutscher Vertreter, und zwar die Schwarz-Gruppe (besser bekannt als Lidl oder Kaufland). Aldi landet auf Platz sieben.[/yaez-box]Nach dem Bachelor wollte ich die wirtschaftliche Seite weiter vertiefen und ging dafür nach Flensburg. Der Studiengang hieß nun „International Management“, der Schwerpunkt lag auf kleinen Unternehmen und Start-ups. Für ein Praktikum ging ich zu Frischepost nach Hamburg. Das Start-up ist ein Online-Hofladen für saisonale und nachhaltige Lebensmittel. Wir arbeiten mit 250 Produzenten zusammen, unser Online-Shop bietet weit über 1.500 Produkte an. Die Kunden bestellen die Waren im Internet, wir liefern sie im ganzen Hamburger Stadtgebiet aus, und zwar klimafreundlich mit Elektroautos. Besonders Nachhaltigkeit und Transparenz spielt für uns eine große Rolle. Genau dieser Schwerpunkt überzeugte mich, nach meinem Praktikum im Unternehmen zu bleiben. Meine Aufgabe bei Frischepost ist es, Werbung für unsere Produzenten zu machen und den Kunden ihre tollen Produkte nahezubringen.

"Ich bin sehr glücklich über meinen Job"

Ich kümmere mich um die Texte für die Website, plane Postings für Facebook oder Instagram und schreibe einen wöchentlichen Newsletter. Das ist eine spannende, sehr vielfältige Arbeit. Ich lerne dabei ganz unterschiedliche Menschen kennen – vom Bio-Bauern aus dem Hamburger Umland bis zur kleinen Bäckerei aus der Stadt. Auch der Austausch mit den Kunden in den sozialen Netzwerken macht riesig Spaß. Da wir noch ein sehr kleines Unternehmen sind, übernimmt man schnell Verantwortung, hat viele Freiheiten und lernt täglich dazu. Auch wenn eine Karriere im Handel nie mein Ziel war, bin ich sehr glücklich über meinen Job.[yaez-box] Schon gewusst?75 Prozent der Angestellten im Einzelhandel sind Frauen. [/yaez-box]
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