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Amanda macht sich stark für „Weihnachten im Schuhkarton“




Amanda liebt es zu shoppen. Ein warmer Schal, neue Stifte, eine glitzernde Haarbürste. Sie sucht sich gern das Beste heraus. Doch die 18-Jährige kauft nicht für sich ein, sondern für Kinder in Osteuropa, für die Ohrenschützer und die neuen Schulsachen so viel mehr bedeuten, als wir uns jemals vorstellen können.Begeistert von „Weihnachten im Schuhkarton“Seitdem sie denken kann, ist Amanda für „Weihnachten im Schuhkarton“ aktiv. Ihre Eltern begannen mit dem Packen von Schuhkartons, als sie und ihr Bruder im Kindergartenalter waren. Und sie wächst mit der alljährlichen Tradition auf, zu Weihnachten Schuhkartons für Kinder in schwierigen Lebenssituationen zu packen. Irgendwann übernimmt sie selber das Ruder. Denn je älter sie wird, desto mehr ist sie begeistert davon, was so ein einzelner Schuhkarton für ein Kind in bedeuten kann. Und dass Dinge, die für sie selbstverständlich sind, wie warme Kleidung oder eine Zahnbürste, ein Strahlen auf das Gesicht dieses Kindes zaubert. Ihr Taschen- und Geburtstagsgeld geht komplett für Geschenke drauf. Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug – sie kauft und packt und stellt sich den Moment vor, bei dem der Schuhkarton geöffnet wird. Am Ende des Jahres ist sie pleite, aber das macht ihr nichts aus – denn sie weiß, dass ihr Geld nicht besser eingesetzt werden kann.In Weißrussland dabei2018 erlebt sie dann ihr Highlight: Sie darf selber bei Schuhkartonverteilungen in Weißrussland dabei sein. Als Gewinnerin des jährlich ausgeschriebenen Gewinnspiels erlebt sie das, wovon andere nur träumen. Beworben hatte sie sich mit einem Handyvideo. „Den Text [für das Video] dafür habe ich im Physik-Unterricht geschrieben und meine Freundin hatte nur ganz kurz Zeit zum Filmen“, berichtet sie mit einem Grinsen. Ausgereicht hat’s auf jeden Fall!Gemeinsam mit ihrer Mutter erlebt die damals 15-Jährige verschiedene Schuhkartonverteilungen und sieht mit eigenen Augen, wie Kinder über die einfachsten Geschenke staunen. Die siebenjährige Bagdana, die von Amanda einen Schuhkarton erhält, ist völlig begeistert von der Haarbürste. „Das zeigte mir mal wieder, wie selbstverständlich wir [Dinge wie Haarbürsten] nehmen.“ Amanda macht sich eine mentale Notiz, nie wieder einfache Geschenke kleinzureden. Schülervorträge der besonderen ArtAls sie zurückkommt, legt sie sich besonders ins Zeug. Schon vor ihrer Reise hat die Schülerin anderen von der Aktion erzählt. Vor allem auf Instagram hatte sie ihre Freunde zum Mitmachen motiviert. Doch jetzt – mit ihren persönlichen Erfahrungen – kniet sie sich so richtig rein. Und sie beginnt proaktiv Schulen anzuschreiben, um Vorträge anzubieten. „Bei einer Schule habe ich nur eine Lehrerin angeschrieben und durfte am Ende sechs Vorträge halten!“, berichtet sie begeistert.Am Ende hält sie in fünf verschiedenen Schulen Vorträge – von der ersten bis zur zwölften Klasse. Sie ist sich sicher, dass der Umstand, dass sie selber Schülerin ist, besonders ausschlaggebend für die Fülle an Einladungen ist. Und natürlich sind ihre eigenen Erfahrungen von großem Vorteil, doch Voraussetzung dafür sind sie nicht. Wichtig ist nur, dass man von der Sache überzeugt ist. Und das ist sie.Sie beginnt außerdem Firmen, Geschäfte und Zahnärzte anzuschreiben, ob diese Sachspenden für Schuhkartons abgeben können. „Ich habe meine Telefonnummer als Kontakt angegeben, aber weil ich in der Schule war, musste meine Mama ab und zu Rede und Antwort stehen“, erzählt sie mit einem Lachen. Ihre Mutter übernimmt diese Anrufe gern, denn sie unterstützt das Engagement ihrer Tochter aus vollem Herzen. Im Sommer hat Amanda die Schule abgeschlossen. Sie hat aber sichergestellt, dass Schüler aus anderen Klassen Poster aufhängen und Schüler zum Mitmachen einladen. Und sie hofft, dass nicht nur in ihrer alten Schule, sondern deutschlandweit, Schüler sich starkmachen und ihre Möglichkeiten nutzen für „Weihnachten im Schuhkarton“. 
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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