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Abi 2017: So bereitest du dich rechtzeitig auf die Prüfungen vor




Themen-Check

Besorg dir die Liste der Abi-Themen. In Ländern mit Zentralabitur findest du sie im Internet, ansonsten fragst du am besten die Stufenlehrer. Versuch sie in viele kleine Häppchen aufzuteilen, das geht gut zusammen mit anderen, bringt allen was und kann sogar Spaß machen. Je mehr Einzelthemen du findest, umso genauer kannst du prüfen, was du intensiv und was du weniger lernen musst. Geh jedes Einzelthema durch, mach ein „+“, wo du dich sicher fühlst – hier reicht es, wenn du kurz vor der Prüfung die Notizen durchgehst. Kennzeichne mit „?“ die Wackelthemen, bei denen du unsicher bist, und mit „-“ die Themen, von denen du keine Ahnung hast. Das sind die Bereiche, die du besonders lernen solltest. Plane für jedes dieser Themen einen Tag ein, dann weißt du grob, wie viele Lerntage du für das Fach rechnen musst.

Alles zu seiner Zeit

Wenn die Lernthemen feststehen, mach dir am besten einen Zeitplan. Das geht auch am Smartphone oder PC, aber mit Papier, Bleistift und Radiergummi bekommst du schneller einen Überblick über die Zeit bis zum Abi. Dabei sind Wandplaner ganz nützlich. Schreib als Erstes die Prüfungstermine in den Kalender und markiere sie fett. Streich dann die Tage durch, an denen du nicht lernen kannst – weil du ein Basketballturnier hast, zum Bewerbungsgespräch musst oder Opas Geburtstag feierst. Trag vom Prüfungstag ausgehend die im Themen-Check ermittelte Zahl der Lerntage in den Planer ein: D für Deutsch, E für Englisch oder LF1 für Leistungsfach 1 usw. So siehst du schnell, an welchen Tagen es eng wird und wann du spätestens mit der Vorbereitung anfangen solltest. Tipp: Wenn du Lerntage mit festen Zeiten als Termine in deinen Smartphone-Kalender einträgst, fällt es dir leichter, daran zu denken, weil dein Gehirn sie wie den Termin für die Kinoverabredung als wichtig einstuft.

Weniger ist mehr

Ein großer Fehler, den viele bei der Prüfungsvorbereitung machen, ist: Sie lernen zu viel, zu chaotisch und wissen am Ende (fast) nichts. Statt also hektisch alle Bücher und Webseiten zum Thema durchzublättern und die kaum lesbaren Notizen sämtlicher Mitschüler zu entziffern, zieh lieber die eigenen Notizen, die Handouts und das Schulbuch zurate. Clevere Mitschriften sind übrigens das Geheimnis des Prüfungserfolgs. Wer schon nach Themen strukturiert die wesentlichen Facts notiert, hat eine perfekte Grundlage.

Und jetzt in den Kopf

Dadurch, dass du dich ständig mit Themen und Zeitplan beschäftigst, entsteht eine Art Inhaltsverzeichnis des Lernstoffs im Kopf. Das musst du nun „nur“ noch mit Inhalt füllen. Und jetzt wird es anstrengend. Jetzt musst du lesen, Notizen machen, über das Thema nachdenken, Zusammenhänge suchen, dir Fragen stellen, Antworten finden und manches auch wiederholen und üben. Das bleibt dir nicht erspart. Allerdings kannst du dich dabei gezielt auf Einzelthemen konzentrieren, bis es irgendwann „klick“ macht und dir von allein klar wird, wie alles zusammenpasst.

Sehen – hören – anfassen

Leider gibt es keine App, mit der man das Abi-Wissen in den Kopf laden kann. Alles, was du wissen musst, muss sich den Weg über Auge, Ohr und Hände suchen. Dabei kannst du nachhelfen, indem du deinen eigenen Weg besonders nutzt: Kommen Infos am besten an, wenn du sie liest und siehst, suche nach Möglichkeiten, den Lernstoff als Text oder Bild darzustellen. Bleibt am besten hängen, was du gehört hast, dann sprich laut, lies dir wichtige Infos vor und forsche nach passenden Ton- und Bilddokumenten. Alles nicht deins? Du musst das, was du lernen sollst, mit den Händen begreifen? Dann halte Ausschau nach anfassbaren Dingen, die zum Prüfungsthema passen, bau Modelle oder schreib die wichtigsten Informationen auf Zettel.

Wartezeiten clever nutzen

In jedem Fach gibt es Lernstoff, den du auswendig lernen oder trainieren musst. Fachbegriffe, Vokabeln, Formeln musst du draufhaben und eine gute Geschwindigkeit beim Lösen von Matheaufgaben erreichst du nur durch Training. Wenn dir die Zeit am Schreibtisch dafür zu schade erscheint, nutze Wartezeiten – im Bus oder Auto, an der Kasse, beim Zahnarzt, bis zum Mittagessen … Geh in Gedanken die Fachbegriffe, Vokabeln oder die Jahreszahlen der Französischen Revolution durch. Ok, Matheaufgaben kannst du nicht im Auto lösen, aber im Wartezimmer oder bis das Essen fertig ist. Übrigens ein großer Vorteil von Smartphones: Du kannst überall eine Liste dessen, was du auswendig lernen musst, und ein paar Matheaufgaben bereithaben.

Lernen im Team

Sitzt du nicht gerne allein am Schreibtisch? Dann such dir Leute und lern mit ihnen gemeinsam. Wichtig ist, dass ihr das gleiche Ziel habt: Das Abi so gut wie möglich zu bestehen. Wenn einer von euch nur Party machen will, seid ihr mehr mit Diskussionen beschäftigt als mit dem Lernstoff. Klärt, welche Prüfungsthemen ihr alle unbedingt lernen müsst. Gleicht eure Notizen ab, sprecht darüber, guckt notfalls im Internet oder Buch nach, wenn ihr nicht sicher seid, und gliedert das Thema so, als müsstet ihr ein Referat halten oder als wolltet ihr einen Wikipedia-Eintrag schreiben. Bei der Diskussion darüber geht ihr sämtliche Aspekte des Themas durch, sodass ihr alle fit seid. Vorausgesetzt, es beteiligen sich alle an dem Gespräch. Lernen im Team bringt wenig, wenn jemand still dabeisitzt und wie in der Schule nur mitschreibt.

Internet und Smartphone als Lerncoach

In einem hast du es heute besser als Schüler vor 20 Jahren: Du hast Internet und Smartphone. Da kannst du schnell etwas nachschlagen, du kannst deine Lernthemen immer mitnehmen und die Kalenderfunktion hilft dir dabei, den Zeitplan einzuhalten. An der Vorbereitung kann dein Abi also nicht scheitern.

Was tun gegen Prüfungsangst?

Wenn da nur nicht die Angst vor der Prüfung wäre. Markus Lülf, der in seiner Privatschule seit Jahren Schüler bei der Abiturvorbereitung unterstützt, verrät seinen Trick gegen Prüfungsangst: simuliere eine Prüfung. Beschaffe dir die Originalaufgaben einer Abi-Prüfung, stell den Wecker und versuche, die Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu lösen. Dadurch bekommst du ein Gefühl für die Art der Aufgaben und dafür, was du in der Prüfungszeit schaffen kannst. Und lade zur Generalprobe für die mündliche Prüfung Freunde als „Prüfer“ ein. Bereite einige Fragen vor, die sie dir stellen und setz dich vor sie wie bei der Prüfung.
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