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Young Innovators Camp: Ideen für eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft




Insgesamt sechs junge Entwicklerteams beschäftigten sich vom 20. - 21. Juli beim Young Innovators Camp, im SAP AppHaus Heidelberg, mit Projekten zum Thema Energie der Zukunft. Viele der Teams arbeiten bereits seit mehreren Monaten oder Jahren an ihren Ideen. Im Camp erhielten sie jetzt die Möglichkeit, mit Experten ihre Projekte zu besprechen und zu überarbeiten.

Amber Skin

„Die Tage waren sehr arbeitsintensiv. Man hat ehrliches Feedback bekommen, mit dem man im ersten Moment auch mal nicht so zufrieden war,“ erzählt Michelle vom Projekt Amber Skin. Sie hat zusammen mit ihrem Teamkollegen Arved eine pflanzliche Lederalternative entwickelt. Die Idee dazu kam den beiden während ihres Industriedesign Studiums. Ihre Hauptmotivation war dabei ihre vegane Ernährung: „Wir versuchen durch unsere Ernährung, Probleme unseres Lebensstils zu vermindern und das Gleiche wollen wir jetzt auch für Mode machen“ erklärt Arved.Da ihr Leder aus organischen Stoffen besteht, ist es nicht nur vegan sondern auch ökologisch abbaubar. Außerdem ist der Wasserverbrauch während der Herstellung viel geringer als bei herkömmlichen Leder und man benötigt kaum Chemikalien. Die beiden haben bereits mit einer Modedesignerin aus Hamburg zusammengearbeitet und hoffen nun, ihr Produkt bald auf den Markt bringen zu können. Eine gute Starthilfe haben sie bereits: Ebenso wie zwei der anderen Teams erhielten sie beim Young Innovators Camp 4.000 Euro, um ihr Projekt weiter voranzubringen.

Deton und mobile Solarenergie

Eines der beiden anderen Gewinnerteams stellte das Projekt Deton vor: Das Team entwickelte einen neuen Baustoff.  Dieser besteht zu 100 Prozent aus nachhaltigen Rohstoffen und ist billiger als herkömmlicher Beton. Zusätzlich zum Baustoff arbeitet das Team noch daran, ein neues 3D-Druckverfahren zu entwickeln, mit dem der neue Baustoff schneller verbaut werden kann.Viele der restlichen Projekte des Camps beschäftigten sich mit dem Thema Solarenergie. Das Projekt Sunnies, das auch mit 4000 Euro Preisgeld ausgezeichnet wurde, arbeitet daran, tragbare Solarzellen zu entwickeln. Damit soll es in Zukunft nicht nur möglich sein, das Handy unterwegs umweltfreundlich aufzuladen, sondern es soll auch dort zum Einsatz kommen, wo Menschen keinen Zugang zu Elektrizität haben.Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das Team SunZilla. Die Teilnehmer haben große Tücher entwickelt, auf denen Solarzellen angebracht sind. Die Tücher und die zwei zugehörigen Boxen, in denen die Technik untergebracht ist, sind überall einsetzbar und haben eine Aufbauzeit von ca. 5 Minuten. Das Team möchte zum einen ihre Technologie verbreiten, und zum anderen den Menschen vermitteln, wie diese funktioniert. Dafür wollen sie bald Workshops in Kenia veranstalten. Durch diese Workshops sollen die Menschen vor Ort einen einfachen und unabhängigen Zugang zu Elektrizität erhalten. Gleichzeitig sollen sie lernen, wie die Technik funktioniert, um die Anlage selbst reparieren zu können.Unabhängig davon, wie viel Arbeit noch vor den Erfindern liegt - nach zwei spannenden Tagen waren sich die Teams am Ende einig: Das Camp war für alle ein großer Erfolg. Außerdem ging keines der Projekte leer aus: Neben den jeweils 4000 Euro für Amber Skin, Deton und Sunnies gingen die übrigen drei Teams SunZilla, Cabin Spacey und Libresolar mit jeweils 1000 Euro Preisgeld nach Hause.
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