www.yaez.com

Wie, wo und was kostet das: Campingurlaub in Europa




Campen in Deutschland

In Deutschland gibt es über 1100 Campingplätze, die über das ganze Land verteilt sind. Besonders viele davon liegen an der Nord- und Ostsee. Wer dort einen Stell- oder Zeltplatz nah am Meer will, muss so früh wie möglich buchen. Die Campingplätze sind vor allem im Sommer schnell ausgebucht. Außerdem: Je näher am Meer, desto teurer wird es. Wer Geld sparen möchte und trotzdem nicht aufs Wasser verzichten will, der kann sich an Deutschlands Badeseen nach Campingplätzen umsehen. Fast jeder größere See in Deutschland hat einen oder mehrere Campingplätze in der Umgebung. Dort zu campen ist nicht nur günstiger, sondern geht auch spontaner: Auch kurzfristig findet ihr noch freie Plätze.

Preisvergleich Europa

Insgesamt gehören die Campingplatzgebühren in Deutschland zu den billigsten in ganz Europa. Zum Vergleich: Hier kostet eine Nacht auf dem Campingplatz für zwei Erwachsene und ein Kind, inklusive Stellplatz und Nebenkosten, durchschnittlich 28 Euro. Knapp dahinter liegt Schweden mit ca. 30 Euro. Billiger ist es nur in Polen oder Ungarn mit ca. 23 Euro pro Nacht. Deutlich teurer ist es in Südeuropa. In der Schweiz kostet eine Nacht für zwei Erwachsene und ein Kind durchschnittlich 48 Euro – fast doppelt so viel wie in Deutschland. Die Schweiz, Italien, Dänemark und Spanien gehören bei den Campingplatzgebühren zu den teuersten Ländern in Europa. Dabei kommt es aber auch darauf an, in welcher Region und zu welcher Jahreszeit ihr campen wollt. Campingplätze, die nah am Meer oder den Inselregionen liegen, sind, wie in Deutschland, meistens deutlich teurer als Campingplätze im Landesinnern. Zudem sind die Preise in der Hauptsaison höher als in der Nebensaison. In Italien oder Spanien endet die Hauptsaison Anfang September. Wer also erst am Ende der Sommerferien verreist, kann einiges an Kosten sparen. 

Das Jedermannsrecht

Camping ganz ohne Reservierung oder Gebühren ist in Finnland, Norwegen und Schweden möglich. Dort erlaubt es das Jedermannsrecht auch außerhalb von Campingplätzen zu campen. Doch das Gesetz enthält auch einige Regeln, die beim sogenannten Wildcampen zu beachten sind: Kleine Personengruppen dürfen ihr Zelt für maximal für 48h aufstellen, in abgelegenen Regionen auch länger. Größere Gruppen müssen sich im Vorfeld mit dem Grundstücksbesitzer absprechen. Besonders wichtig beim wilden Campen ist der Umweltschutz: Müll zurücklassen oder der Umwelt anderweitig zu schaden, ist verboten. Diese Regeln können sich von Land zu Land leicht unterscheiden. Am besten, ihr informiert euch vor der Reise darüber, was erlaubt ist - und was nicht.

Organisierte Campingreisen

Wer seinen Campingurlaub nicht selbst planen will, kann auf organisierte Campingreisen zurückgreifen. Viele Reiseanbieter bieten organisierte Reisen zu verschiedenen Zielen in Europa an, inklusive Anreise und Verpflegung. Solche All-Inclusive Campingreisen sind aber deutlich teurer als ein selbst gebuchter Aufenthalt auf einem Campingplatz. Falls ihr trotzdem Lust drauf habt: Vergleicht die verschiedenen Anbieter und informiert euch vor der Buchung unbedingt, was im Preis enthalten ist - und was nicht.
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
URL: