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No Judgement? Dein Hund weiß genau, was du tust




Egal was für ein Typ Mensch du bist – eher mies gelaunt oder immer fröhlich: Jeder hat mal einen schlechten Tag. Und an solchen Tagen sind wir, sagen wir, nicht so nett. Wir entschuldigen uns nicht fürs Anrempeln, motzen unsere Geschwister ohne Grund an oder teilen unsere Erste-Hilfe-Ration Schokolade nicht. Aber selbst wenn wir auf den Rest der Welt sauer sind, unseren Hund lieben wir immer bedingungslos und er uns auch. Von wegen. Eine Studie der Kyoto Universität hat ergeben, dass Hunde merken, wenn ihre Besitzer sich schlecht benehmen. Und es gefällt ihnen überhaupt nicht – aka der Moment, wenn dein Hund dich sogar mitleidig anschaut.
Genau wie Menschen können die Tiere unangenehme Menschen nicht leiden. Eigentlich haben sie ihren Besitzer ja gern. Trotzdem nehmen sie es ihm übel, wenn er sich anderen gegenüber nicht gut verhält. Bei dem Versuch in Japan spielten Hundebesitzer und fremde Menschen den Tieren eine Szene vor, in der der Besitzer beispielsweise anderen nicht hilft. Im Anschluss boten der Besitzer und ein Fremder dem Tier ein Leckerli an. Je nach dem, wie ihr Besitzer sich verhalten hatte, nahmen die Hunde entweder vom einen oder vom anderen das Futter an. Sie entschieden sich für den Fremden. Wir denken: Sie waren nicht sauer, sondern einfach nur enttäuscht – was die Sache auch nicht besser macht.
Woher dieses Verhalten kommt? Hunde sind eigentlich Rudeltiere. Mitglieder, die sich nicht für die Bedürfnisse der anderen Tiere interessieren, sind in der Gruppe überflüssig. Das Verweigern der Leckerlis ist die harmlosere Version, aus dem Rudel verstoßen zu werden. Mit dieser kleinen Bestrafung wollen die Haustiere ihren Besitzern zeigen, dass sie sich falsch verhalten.
Und jetzt? Klar, wenn's um Hunde geht, wollen wir es uns nicht verscherzen. Deshalb könnten wir ja zumindest versuchen, ein bisschen netter zu sein.
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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