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Nicht cooler, aber wacher: Warum wir mehr ehrliche Werbung brauchen




Eigentlich verrät es ja schon der Name: Ein Energydrink ist ein Drink, in dem Energy steckt. Bestenfalls macht so ein Getränk also wacher. Flügel wird es dir jedenfalls nicht verleihen. Das hat nun auch Lidl erkannt und veröffentlicht Werbespots mit klarer Botschaft. Im Fokus der Spots steht ein Schauspieler, den wir schon aus Jan Böhmermanns #verafake kennen. Wir erinnern uns: in seiner Rolle ein ziemlich uncooler Typ. Daran wird sich auch nichts ändern – selbst wenn er vier Liter des Energydrinks exen würde.https://youtu.be/xSlpoD3BOX4Es gibt insgesamt drei Clips, in denen es um einen namenlosen Protagonisten geht. Wir begleiten ihn in seinem Alltag und erleben dabei Situationen, in denen er eben besonders cool, heiß oder stark wirken will. Allerdings bleibt es da beim Wollen. Ob im Gym, im Auto oder an der Uni: Sein Energydrink bewirkt keine Wunder. Er macht einfach nur wach.

Selbstironie schlägt Sexismus

Anders als bei vielen Produkten und den dazugehörigen Werbungen geht es hier eben nicht darum, Frauen willenlos zu machen und sich selbst als Held darzustellen. In einem der Videos will der Protagonist zwar auch ein Mädchen beeindrucken, scheitert aber. Genau das ist der Punkt: Selbstironie kommt einfach viel besser an als Sexismus.Die Kampagne ist aus zwei Gründen wichtig. Zunächst sollte es doch immer darum gehen, ein Produkt zu kaufen, weil man es will. Klar, dafür kann das Unternehmen gerne werben. Aber warum braucht es dafür unrealistische Geschichten? Der zweite Punkt betrifft uns selbst und die Wahrnehmung, die wir voneinander haben. Da geht es einerseits um Sexismus – und zwar in beide Richtungen. Andererseits sollten wir uns nicht verändern, weil wir denken, wir könnten nur so jemanden beeindrucken.
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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