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Into the future: Wer weiß schon, wie die Zukunft aussieht?




Raumschiffe und Aliens, Roboter und Cyborgs mit Superkräften: Wenn man sich alte Science-Fiction-Filme anschaut, ist das oft ziemlich lustig. Denn unser Leben heute ist ganz anders, als es sich die Leute vor 20, 30 oder 40 Jahren vorgestellt hatten. Einerseits viel normaler und mit viel weniger Außerirdischen, aber andererseits haben wir Smartphones und das Internet – und das konnte sich damals auch niemand vorstellen. Wie wir uns die Zukunft ausmalen, ist geprägt von der Zeit, in der wir leben. Wenn gerade der erste Mensch auf dem Mond gelandet ist, stellt man sich eben ein Dasein auf fremden Planeten vor. Und wir heute? Wir haben die schwierige Frage gestellt: „Wie stellt ihr euch die Zukunft vor?“ und spannende Antworten bekommen.

Bela, 18, möchte gern eine IT-Ausbildung machen

„Die Zukunft der Welt wird ins Positive wie ins Negative schlagen. Vor allem in technologischer Hinsicht: Man sieht immer wieder ganz viele coole Gimmicks, Gadgets, neue Erfindungen, die das Leben um einiges einfacher machen. Aber auf der anderen Seite sieht man Krieg, Drohnen, Einsätze in Krisenländern – und alles wird immer brutaler und brutaler. Es gibt gute Entwicklungen und schlechte, gute und schlechte Phasen werden sich immer abwechseln, wie bei Ebbe und Flut.“

Alisha, 18, geht in die 11. Klasse

„Meine eigene Zukunft besteht erstmal darin, die Schule fertig zu machen. Entweder Fachabi oder Abi … Danach möchte ich eine Ausbildung zur Diätassistentin machen. Ich kann mir gut vorstellen, dass in meinem Berufsleben digitale Hilfsmittel wie Fitnessarmbänder einfach ganz selbstverständlich dazugehören. Sowas finde ich total praktisch, selber programmieren kann ich das allerdings nicht.“

Emilie, 16, macht nächstes Jahr Abi

„Für mich selbst kann ich mir zwei Arten von Zukunft vorstellen: entweder ganz langweilig – studieren, heiraten, Kinder kriegen –, oder es kommt noch irgendwas dazwischen. Also, es könnte ja politische Probleme geben zum Beispiel. Oder ich verliebe mich in einen kompletten Idioten und mein ganzes Leben wird durcheinandergeschmissen. Für die Zukunft der Welt würde ich mir wünschen, dass der technologische Fortschritt zur Lösung wichtiger Probleme führt. Dass zum Beispiel eine Pille erfunden wird, die dreckiges Wasser sauber machen kann und wir das Müllproblem lösen können.“

Noomi, 13, geht in die 8. Klasse

„Ich will nach dem Abi in Richtung Fotografie oder Film gehen. Neulich hab ich mich mit einem Kameramann unterhalten, das klang alles schon sehr interessant. Vielleicht will ich auch zum Fernsehen. Aber wer weiß, ob es das Fernsehen noch gibt, wenn ich erwachsen bin. Vielleicht gibt es dann auch nur noch YouTube und Netflix und andere digitale Angebote. Schließlich guckt meine Generation eh kaum noch klassisches Fernsehen – aber irgendeine Form von Sendern wird es auch in Zukunft mit Sicherheit noch geben.“

Jan Ole, 16, geht in die 10. Klasse

„Die Digitalisierung wird immer weiter voran schreiten – hoffentlich auch im schulischen Bereich. Da müssen dann auch die Lehrer mitziehen. Wir haben zum Beispiel viele Smartboards in unseren Klassenräumen, aber nur ein kleiner Teil der Lehrer kann die überhaupt bedienen. Ich würde mir wünschen, dass Unterricht an PCs bereits im Grundschulalter beginnt, schließlich gehört zum Beispiel Textverarbeitung am Computer heute zum Grundwissen. Auch Programmieren ist wichtig. Man sollte wissen, wie seine Geräte funktionieren, damit man nicht blind jeder Firma und jedem Experten vertrauen muss.“

Maj, 21, studiert Drehbuch an einer Filmakademie

„Ich wünsche mir für die Zukunft, dass der Feminismus eine größere Rolle spielt. Dass die Situation für alle Frauen weltweit besser wird und keine Frau mehr angefeindet wird, weil sie zum Beispiel ein Kopftuch trägt oder weil sie eben kein Kopftuch trägt. Dazu müssten sich in Zukunft mehr Leute mit dem Feminismus richtig auseinandersetzen – damit eben nicht einfach Leute bei YouTube irgendwas daherreden können und dann behaupten, das sei jetzt Feminismus und alle glauben das.“
Fotos: Stephanie von Becker
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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