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Into the future: Wer weiß schon, wie die Zukunft aussieht? Teil 2




Emily, 16, geht in die 10. Klasse

„Für mich selbst stell ich mir erstmal Abi und dann ein Studium vor, Sprachwissenschaften, und ein Auslandsjahr. Und für die Welt … Ich glaube nicht, dass die Welt noch so lange existieren wird. Die Menschen machen den Planeten ja ziemlich kaputt, dann ist es nur gerechtfertigt, dass alles mal ein Ende hat. So in den nächsten 200 Jahren, schätze ich.“

Jeanne, 14, geht in die 8. Klasse

„Wie die Zukunft aussieht kommt ganz drauf an, wie die Menschen sie gestalten. An die fliegenden Autos, von denen schon so lange gesprochen wird, glaube ich nicht mehr. Aber ich stell mir die Zukunft schon so vor, dass viel mehr Technik in der Gegend herumsteht und im Alltag sichtbar ist, auch auf dem Land. Und die Städte werden dann überall aussehen wie Tokio, weil einfach zu wenig Platz ist.“

Zoe, 16, macht ein Praktikum im sozialen Bereich

„Ich denke, dass in Zukunft technologisch noch mehr möglich sein wird – habe aber keine Ahnung, was genau. Aber die Digitalisierung entwickelt sich schon heute in zwei Richtungen: Einerseits gibt es zum Beispiel Kommunikationsmöglichkeiten, durch die mehr Leute von einer Sache erfahren und mitmachen können, oder auch Dinge, die uns das Leben erleichtern und Arbeit abnehmen. Und andererseits gibt es Überwachungstechnik und Waffen. Meine Befürchtung ist, dass sich diese zwei Richtungen immer weiter verstärken und die Gesellschaft spalten. Meine Hoffnung ist, dass es nicht so kommt. Aber dafür müssten sich alle mit dem, was sie jetzt schon nutzen, intensiv auseinandersetzen und sich fragen, ob sie das gut und sinnvoll finden – auch längerfristig. Aber viele interessiert das einfach nicht.“

Damian, 15, geht in die 10. Klasse eines Gymnasiums

„Es gibt ein Thema, von dem ich glaube, dass es die komplette Welt verändern wird: künstliche Intelligenz. Das wird auch meine Zukunft verändern – nicht nur, weil ich mir vorstellen kann, etwas in die Richtung zu studieren. Künstliche Intelligenz ist etwas, das man jetzt auch noch mitgestalten kann und das dann wieder zu weiteren Ideen – wie der komplett automatisierten Welt – führt. Es wird sich zeigen, was davon dann wirklich Realität wird.“

Marlon, 20, macht nächstes Jahr Abi

„Am meisten wünsche ich mir medizinische Fortschritte. Dann hoffe ich, dass die Digitalisierung nicht nur Sachen hervorbringt, die kapitalistisch interessant sind und mit denen sich Geld machen lässt, sondern dass Dinge entwickelt werden, von denen alle profitieren können. Zum Beispiel bessere Möglichkeiten, Bildungswege online zu gehen. Damit meine ich Videoübertragungen aus dem Klassenzimmer oder vernünftige Datenbanken für klausurrelevante Inhalte. Damit wäre zum Beispiel für chronisch Kranke, die nicht jeden Tag zur Schule gehen können, schon viel gewonnen.“
Fotos: Stephanie von Becker
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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