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How to Social Media: Kim von Handysektor über Probleme auf Social Media




- Kim, 29, wollte früher Journalistin werden und hat dann im Studium das Thema Social Media und Medienpädagogik für sich entdeckt. Heute führt sie die Redaktion des Info-Portals Handysektor. Sie fragt sich und andere dort, wie Social Media funktioniert.Du hängst zu viel auf Instagram und Co ab.Frag dich, warum das so ist. Oft verbringt man Zeit auf Insta, YouTube und Co, um sich abzulenken oder einfach runterzukommen. Dann kannst du dich fragen: Gibt es vielleicht nicht sogar noch was Besseres, um mich zu entspannen? Die Antwort ist ganz oft: Ja! Ob das ein Spaziergang ist, ein Telefonat mit Freunden oder einfach vor sich hin zu malen. Da ist jeder verschieden. Das Smartphone ist meistens die einfachste Möglichkeit, aber selten die beste.Der Gruppenchat nervt. Aber so richtig.Da hilft nur: Raus da. Mit einer ganz offenen Botschaft wie „Ich hab mir vorgenommen, weniger auf WhatsApp rumzuhängen. Da mich besonders Gruppen viel Zeit kosten, trete ich hier aus. Ihr könnt mich weiterhin per Direktnachricht erreichen und ich freu mich natürlich auch, von euch zu hören.“Du merkst, dass dir ein Kanal nicht guttut.Da lohnt es sich, sich immer wieder mal selbst zu fragen: Warum schau ich mir das an und was macht das mit mir? Manchen Leuten folgt man nur, weil man sich über sie aufregen will. Ich nenne das „Hate-Watching“, und das tut keinem gut. Wenn ich jede Woche im Drogeriemarkt stehe, um mir die neusten Produkte zu holen, weil sie mir von Influencern empfohlen wurden, leidet darunter nicht nur mein Taschengeld. Und: Wenn ich mich nach Insta oder YouTube unwohl und zum Beispiel nicht schön genug, nicht erfolgreich genug oder nicht beliebt genug fühle: Dann wird’s höchste Zeit für ein Detox! Zumindest alle sechs Monate einfach mal ein paar Kanäle de-abonnieren. Unter deinen Beiträgen gibt’s fiese Kommentare.  Viele Leute denken, solche Kommentare muss man dann aushalten. Das sehe ich anders. Bei Social Media entscheidest du, wie du dich zeigen möchtest, und dazu gehören auch Kommentare. Blöde Kommentare kann man also einfach löschen. Kommt so was öfter vor: die Leute blockieren. Wer online haten will, dem muss man keine Plattform bieten.Du stalkst Menschen, die dir „eigentlich“ egal sind.Ich glaube, das liegt einfach an unserer Neugier. Außerdem vergleichen wir uns gern auch mit anderen – auch wildfremden Menschen. Was kann die Person besser als ich, worin bin vielleicht ich besser? Kann ich mir da irgendwas abschauen? Solche Fragen beantworten wir uns unterbewusst beim Social-Media-Stalking. Und wenn ich jemanden irgendwie interessant finde, wird das Ganze natürlich umso spannender. Denn dann kann ich die Person vielleicht beeindrucken, indem ich die gleichen Sachen cool finde.Du fragst dich, ob du zu teilfreudig bist.Solange man keine Rechte anderer verletzt (z. B. Recht am eigenen Bild, Urheberrecht), ist man da recht frei. Trotzdem muss ja nicht jeder alles über einen wissen. Wenn ich online viel aus meinem Leben zeige, ist es besser, das nur mit Leuten zu teilen, die auch an meinem Leben teilhaben. Bei nicht privaten Profilen vergisst man oft, dass man keinen Überblick darüber hat, wer sich das heimlich anschaut. Wenn’s um freizügige Bilder geht, würde ich empfehlen zu überlegen, wer das alles zu Gesicht bekommen könnte (z. B. zukünftige Arbeitgeber*innen, Lehrkräfte) und ob das okay für mich ist. Wenn ich wirklich hinter dem Bild stehe und damit vielleicht nicht nur Reaktionen provozieren will ... muss das jeder selbst entscheiden.Es ist aus. Entfolgen oder nicht?Auch wenn es schwerfällt: zumindest für eine bestimmte Zeit entfolgen und versuchen, nicht ständig zu stalken, um rauszufinden, was der/die Ex so macht. Man kann die andere Person auch eine Zeit lang blockieren, dann herrscht Funkstille. Am besten sagt man dem/der Ex davor ehrlich Bescheid: „Ich mach das jetzt für ein paar Wochen, weil ich erst mal wieder ohne dich klarkommen muss.“ Dann gibt’s kein böses Blut und man ist selbst auch ein bisschen gezwungen, das durchzuhalten. Du willst dich bewerben.Sich immer wieder selbst googeln lohnt sich: Im Idealfall sollten unter den Ergebnissen nur positive Inhalte von dir zu sehen sein. Ein professioneller Online-Auftritt kann bei Arbeitgeber*innen ein absoluter Pluspunkt sein. Sich selbst und die eigenen Kompetenzen kann man auf beruflichen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn gut darstellen. Auch wenn lustige Partybilder natürlich auch dazugehören: Die gehören auf private Accounts und nicht auf die erste Seite bei der Google-Suche nach dir.Handysektor ist eine unabhängige Anlaufstelle für den digitalen Alltag. Hier gibt es Tipps und Infos rund um Smartphones, Tablets und Apps. Du kannst dich auch mit Fragen an das Redaktionsteam wenden. Was es nicht gibt: Verbote und erhobene Zeigefinger. Kontakt: redaktion@handysektor.de
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