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Gegen Armut und für mehr Bildung: Das Global Citizens Festival in Hamburg




Carla Reemtsma aus Münster war gestern als Jugendbotschafterin für die Organisation ONE, auf dem Global Citizens Festival in Hamburg. Was die 19-Jährige dort gemacht hat und warum sie Jugendbotschafterin geworden ist, erzählt sie im Interview.

Warum wolltest du Jugendbotschafterin werden?

Ich fand einfach die Themen, für die sich ONE einsetzt, wichtig. Dabei geht es einerseits um Armutsbekämpfung und speziell dieses Jahr auch um die Bildung von Mädchen. Und ich denke, das sind wichtige Themen die sehr aktuell sind und wichtig für die weitere Entwicklung dieser Welt. Und ich finde auch gut, wie ONE arbeitet: einerseits mit Bürgern reden, mit der Zivilgesellschaft das Thema an die Leute bringen. Aber andereseits auch konkret zu sagen: Wir gehen zu Politikern - das finde ich, ist ein total tolles Format. Man kann viel erreichen, wenn man beide Seiten anspricht: die Politiker, aber auch die ganz normalen Leute.

Was habt ihr beim Global Citizens Festival alles gemacht?

Vor dem Festival, sind wir schon durch Hamburg gelaufen und haben mit vielen Leuten geredet. Und denen unsere zentrale Kampagne vorgestellt. Im Moment ist das  #GirlsCount. Für 130 Millionen Mädchen, drehen wir sozusagen den längsten Film der Welt. Wo die ganzen Zahlen, von eins bis 130 Millionen, einmal durchgezählt werden sollen. Dafür haben wir Videos gesammelt und den Leuten erklärt, worum es geht und warum es so wichtig ist, dass Mädchen Zugang zu Bildung bekommen. Das haben wir vor dem Festival gemacht und während des Festivals auch noch weiter gesammelt. Wir haben auch in der Schlange mit Leuten gesprochen und das Thema an sie herangetragen. Das war beim Festival tatsächlich auch der allererste Programmpunkt. Die Organisation ONE wurde vorgestellt. Danach haben wir  einen #GirlsCount Beitrag gesammelt. Da hat die komplette Arena gesagt: „81 Millionen. Every girl counts.“ Die 10.000 Menschen, die da waren, haben das dann alle zusammen gesagt. 

Was sagst du zu den Ausschreitungen, die es bei der "Welcome to Hell"-Demonstration gegen den G20-Gipfel gab?

Ich selbst war nicht bei der Demo und finde es daher schwierig, die Situation einzuschätzen. Ich glaube, das Problem war, dass die Stimmung sowieso schon aufgeladen war und die Polizei natürlich total unter Strom stand. Ich finde es einfach schade, dass alles so schnell eskaliert ist und dass es keinen friedlichen Protest geben konnte.

An welchen Aktion hast du außerhalb vom Global Citizens Festivals bisher teilgenommen? Was habt ihr noch geplant?

Vorher waren wir schon bei einigen Uni-Festivals dabei und haben an Ständen mit Studierenden geredet und unsere Kampagne vorgestellt. Wir hatten in Berlin eine ganz große Veranstaltung, wo wir das in der ganzen Stadt verbreitet und bereits mit Politikern gesprochen haben. Wir wollen auch, dass sich Politiker dazu verpflichten: Deutschland soll seinen 0,7 % Deal einhalten. Also: Deutschland soll 0,7 % des BIP (Bruttoinlandsprodukts) für Entwicklungshilfe verwenden.

Wer kann Jugendbotschafter werden?

Man muss zwischen 18 und 35 sein und sollte engagiert und motiviert sein. Ansonsten gibt es keine besonderen Voraussetzungen. Egal ob man Schüler ist, Student, Auszubildender oder schon arbeitet.Mehr zum Thema Jugendbotschafter findet ihr hier. Und weitere Eindrücke aus Hamburg und der gesamten Kampagne, gibt es auf dem Twitter Account von ONE.
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