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Erst mal bisschen angeben: So meisterst du jedes Klassik-Konzert




Come as you are

Die Situation: Du machst dir vor dem Konzert Gedanken, was du tragen sollst. Einen Anzug, ein schickes Kleid – vielleicht sogar noch einen Hut? Bei einem klassischen Konzert gibt es keinen Dresscode. Manche Leute ziehen sich gerne schicker an. Das heißt aber nicht, dass Jeans und T-Shirt nicht erlaubt sind. In Konzertsälen ist es allerdings oft kalt. Pro-Tipp: Jacke mitnehmen!

Lieber früher kommen

Bei einem klassischen Konzert gibt es meistens nur feste Sitzplätze. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Minuten früher da zu sein. So musst du nicht an allen anderen Leuten vorbei, die in deiner Reihe sitzen – und ersparst dir mögliche böse Blicke. Außerdem kannst du so die anderen Besucher viel besser beobachten. Win-win!

But first stop taking selfies

Wir wissen, es ist schwierig, aber: Selfies, Snappen, Stories sind bei einem klassischen Konzert nicht angesagt. Je ruhiger die Musik ist, desto ruhiger ist auch das Publikum. Das gilt nicht nur für Geräusche, sondern auch für Bewegungen. Stell zu Beginn einfach dein Smartphone auf lautlos, dreh die Helligkeit runter und freu dich auf die Pics, die du in der Pause oder nach dem Konzert machen kannst.

Sinfonie, Satz, Sieg

Jetzt geht’s um Wissen: Ein Orchesterkonzert besteht meistens aus einer Sinfonie oder aus Teilen verschiedener Sinfonien. Weil so eine Sinfonie ziemlich lang sein kann, wird sie oft in Einzelteile wie Satz, Thema und Motiv unterteilt. Am wichtigsten ist der Satz. Meistens sind vier Sätze im Spiel. Die Anzahl steht aber auch im Programmheft, das du vor einem klassischen Konzert immer bekommst. Wie du erkennst, dass ein neuer Satz beginnt? Der Dirigent macht meistens eine kleine Pause zwischen den Sätzen – und alle klingen ganz unterschiedlich.

Applaus, Applaus

Beim Klatschen kann es tatsächlich schnell mal unangenehm werden. Du bist auf der sicheren Seite, wenn du während des Konzerts genau dreimal applaudierst. Hier kommt der Drei-Punkte-Plan, mit dem du immer richtig liegst:
  1. Beim sogenannten Begrüßungsapplaus ist der Name Programm. Du klatscht, wenn die Künstler oder der Dirigent auftritt.
  2. Geklatscht wird auch am Ende des Stücks – und zwar wenn der Dirigent oder die Künstler sich zu dir drehen und verbeugen.
  3. Wenn du in der Oper bist, wird auch am Ende eines Aktes geklatscht. Wann das ist? Wenn eine Pause stattfindet.
Weil zwischen den Sätzen nicht geklatscht wird, ist der Applaus am Ende meistens ziemlich lang. Fun Fact: Luciano Pavarotti hält den Weltrekord für den längsten Applaus – und zwar mit 67 Minuten.

Vokabeltest

Zum Abschluss gibt’s noch die vier wichtigsten Klassik-Begriffe. Mit denen kannst du im lässigen Pausen-Talk ein bisschen angeben – und andere davon überzeugen, dass du ein echter Profi bist. Der Text einer Oper, eines Musicals oder einer Kantate heißt Libretto. Das Wort wurde vom italienischen Libretti abgeleitet, was Büchlein heißt. Hintergrundwissen: Das Wort Orchester bedeutet auf griechisch Tanzplatz. Damit ist der Platz vor der Bühne gemeint. Singen heißt in der Klassik nicht einfach nur singen. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Arie. Das ist das Gesangsstück eines Solisten und wird eigentlich immer von einem Orchester begleitet. Arie kommt vom italienischen Aria – und steht für Luft. Mozart, Haydn, Beethoven: Die Zeit dieser Komponisten nennt sich Wiener Klassik und ist die wichtigste Epoche der deutschen Musikgeschichte und damit eine der bekanntesten Richtungen der Klassik.   Wo kann man ein cooleres Konzert erleben als in der Elbphilharmonie? Wir verlosen zwei Tickets für "Late Night" mit Tonbandgerät: Hier trifft Klassik auf Pop.
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