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Erotik-Start-up: Mit Geschichten Geld verdienen




Nina Julie Lepique ist 24 Jahre alt und die Gründerin des Erotik-Start-ups femtasy. Femtasy ist ein Online-Portal, das erotische Hörgeschichten für Frauen anbietet. "Die Idee dahinter ist die, dass der Erotikmarkt sehr männlich geprägt ist und im Bereich der weiblichen Selbstbefriedigung noch nicht so viel existiert", erklärt uns Julie. "Im Gegensatz zu Männern legen Frauen bei ihrer Sexualität weniger Wert auf Bilder und mehr auf die eigene Fantasie. Mein Team und ich haben uns bei der Entwicklung gefragt: Wie können wir Frauen sexuell anregen ohne Bilder zu zeigen? Dadurch entstand die Idee mit den Hörgeschichten."Auf das Thema Erotik ist Julie nur durch Zufall und erst nach ihrem Studium gekommen. Die gebürtige Hamburgerin hat ein duales Studium im Fach Business Administration absolviert, besonders gefallen haben ihr die Bereiche Unternehmensentwicklung und digitale Strategien. "Eigentlich hatte ich als Jugendliche nicht wirklich das Ziel, mich selbstständig zu machen. Der Plan kam dann erst mit der Idee", erzählt Julie.

Erotik mal anders

Seit einem Jahr ist femtasy bereits online. In der Startphase waren bereits nach 2 Wochen die Nutzerzahlen im vierstelligen Bereich. Mit ihrem Portal möchte sich Julie vor allem von anderen Erotik-Portalen abheben. Auf die Frage, was femtasy von anderen unterscheidet, antwortet sie: "Wenn man an Erotik-Portale denkt, denkt man meistens an dubiose Anbieter. Wir sind aber eine ganz normale GmbH aus Deutschland und versuchen, der Erotik den Schmuddelfaktor zu nehmen und alles auf eine charmante Weise zu verpacken. Auf femtasy ist zum Beispiel keine Werbung und keine Nacktheit zu sehen. Wir möchten zeigen, dass Erotik auch anders geht."Weibliche Sexualität ist in unserer Gesellschaft oft noch ein Tabuthema und wird viel zu selten offen angesprochen, das kann auch Julie bestätigen. Doch trotzdem ist sie auf viele positive Reaktionen, sowohl von Freunden und Familie als auch von Fremden gestoßen. [pullquote]Natürlich ist da immer ein gewisser Überraschungsfaktor, aber die Reaktionen waren echt toll. Viele aus meinem Umfeld finden es mutig und sagen, es sei ein Thema, das jemand mal bearbeiten sollte.[/pullquote]

Einfach mal etwas riskieren

Unternehmensgründung ist immer mit einem kleinen Risiko behaftet, daher ist eine sorgfältige Planung und Organisation wichtig. Doch davon sollte man sich als junger Start-up-Gründer nicht einschüchtern lassen, merkt Julie an. "Ich musste mir am Anfang genau überlegen: Für was möchte ich stehen? Die Gründerin wird immer stark mit dem Unternehmen assoziiert und auch andersrum. Sonst könnte es schnell schief gehen." Trotz allem ist femtasy auf die Beine zu stellen die beste Entscheidung, die Julie getroffen hat. Ihr Rat an andere junge Start-up-Gründerinnen: "Wenn ihr nichts riskiert, riskiert ihr viel mehr. Chancen ergreifen und es dann einfach machen, denn ihr werdet dadurch so viele wertvolle Kontakte knüpfen und tolle Dinge dazulernen."[yaez-box]Mehr über Start-ups?Rubin hat bereits mit 17 sein eigenes Unternehmen mit einer Lernapp gegründet.[/yaez-box]
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