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Eine Lektion in Sachen Menschlichkeit: Planet der Affen 3 – Survival




Wenige Menschen erwiesen sich als immun gegen den tödlichen Virus. Sie kämpfen seit nunmehr 15 Jahren gegen den Zerfall ihrer Welt. So kommt es auch, dass immer weniger Platz für Gutmütigkeit übrig bleibt. Ihre einzige Chance sehen die Überlebenden darin, sich starken militärischen Gruppen anzuschließen. Was früher jedoch mal die US-Armee war, ist heute eine Ansammlung verschiedenster Interessengruppen. Eine davon wird vom machthungrigen Oberst (Woody Harrelson) angeführt. Sein Ziel ist es alle Affen zu versklaven, damit er sie für seine Zwecke arbeiten lassen kann. Doch dieser Plan gefällt Caesar (Andy Serkis) ganz und gar nicht. Für den Fortbestand seines Volkes nimmt er den Kampf gegen den übermächtigen Gegner an.

Eine Frage von Gut und Böse

In den vorherigen Teilen wurde die Geschichte stets aus zwei Sichtweisen erzählt: aus der Sicht der Menschen und der, der Affen. So hatten die Zuschauer die Möglichkeit sich in beide Parteien hineinzufühlen und deren Beweggründe nachzuvollziehen. Im dritten Teil wird nun komplett darauf verzichtet den Menschen noch etwas mehr Tiefe zu geben. Denn die gesamten 140 Minuten erleben wir nur aus der Sicht von Caesar & Co. Dementsprechend klar ist auch die Rollenverteilung: Die einen kämpfen, um zu überleben, und die anderen um ihre Macht auszubauen. Das macht die Geschichte jedoch nicht weniger spannend. Denn die Menschen sind mit ihren Schusswaffen von Anfang an klar im Vorteil. Deshalb bleibt ungewiss welche Kräfte die Affen mobilisieren können, um dagegen zu halten. Und tatsächlich ist ihr Einfallsreichtum mehr als beeindruckend, wenn sie sich wie Spione in feindliche Einrichtungen einschmuggeln und Verhörmethoden anwenden.

Nur die Stärksten werden überleben

Planet der Affen 3: Survival ist der Abschluss der Trilogie. Entsprechend steuert hier am Ende alles auf das große Finale hin: Kann es eine Welt geben, in der Menschen und Affen gleichberechtigt leben? Und wenn nicht, auf was ist man dann bereit zu verzichten? Vergleichbare Machtkämpfe kennen wir alle aus dem Alltag. Nur selten müssen sie jedoch bis zum Ende ausgefochten werden. Im Falle von Caesar ist es besonders schlimm, da er rund um die Uhr von Rachegelüsten geplagt wird. Wie soll er da noch entscheiden, was das Beste für sein Volk ist? Denn wenn er jetzt seine Empathie verliert, ist er kein Stück besser als die Menschen selbst. Dieser Zwiespalt ist eine wahre Zerreißprobe für seinen Charakter. Schauspieler Andy Serkis hat dem Menschenaffen wieder seine Bewegungen und seine Mimik geliehen. Tatsächlich ist ihm das so gut gelungen, dass er ernsthaft für einen Oscar in der Kategorie der Besten Darsteller berücksichtigt werden sollte.

Fazit

Der letzte Film der Planet der Affen - Reihe wird nur aus der Sicht der Affen erzählt – und wirkt damit so menschlich, wie keiner der vorangegangenen Teile. Es ist dramatischer und düsterer denn je und somit beste Blockbuster-Unterhaltung für den Sommer.USA 2017; R: Matt Reeves; D: Woody Harrelson, Andy Serkis, Steve Zahn, Karin Konoval, Judy Greer; FSK 12; Kinostart: 03.08.2017
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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