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Die Schöne und das Biest: Ein Klassiker im alten Gewand




Die hübsche, junge Frau Belle (Emma Watson) lebt mit ihrem Vater (Kevin Kline) in dem beschaulichen Dorf Villeneuve. Dort wird sie dank ihrer Intelligenz und Gutherzigkeit zwar von allen geschätzt, ist aber gleichzeitig auch eine ziemliche Außenseiterin. Im Gegensatz zu den anderen will sie viel mehr in ihrem Leben erreichen. Sie will noch mehr lernen, etwas von der Welt sehen und Neues entdecken. Mit den Flirtversuchen des Dorfschönlings Gaston (Luke Evans) kann sie dagegen wenig anfangen. Denn nur, weil er meint, sie würden ein gutes Paar abgeben, fällt Belle noch lange nicht auf den selbstverliebten Typen herein. Außerdem muss sie sich bald um Wichtigeres kümmern: Als ihr Vater in einem verwunschenen Schloss festgehalten wird, muss sie ihn retten. Doch als sie das tut, wird sie schließlich selbst zur Gefangenen des Schlosseigentümers. Dieser sieht aus wie ein riesiges Ungeheuer – und zunächst benimmt er sich auch wie eines. Aber nachdem sie etwas Zeit miteinander verbracht haben, ändert sich so einiges in den Leben der beiden.

Es war einmal vor langer Zeit

Die Geschichte von Die Schöne und das Biest kennen wir ja bereits. Das Biest ist eigentlich ein verzauberter Prinz und sobald sich Belle ernsthaft in das haarige Monster verliebt, wird er auch wieder seine alte Gestalt annehmen. Und nicht nur das: Auch die Freunde des Prinzen, die sich im Schloss befinden, wurden in so lustige Dinge wie Geschirr, Schrank, Kerzenständer und Uhr verwandelt. Die rund zweistündige Neuverfilmung hält sich sehr strikt an das so gut bekannte Märchen. Mit Emma Watson konnte auch eine Schauspielerin gewonnen werden, die der Trickfilm-Belle stark ähnelt. Wer die alte Kinoversion von 1991 kennt, wird auch bei den vielen Gesangseinlagen problemlos mitsingen können. Langweilig ist das zum Glück trotzdem nicht. Denn gerade diese liebevolle Neuaufarbeitung der Story macht das Ganze zu einem echten Filmvergnügen. Hier und da wurden natürlich auch zeitgemäße Anpassungen gemacht. Eine davon wurde in dem Medien bereits viel diskutiert: der Best-Buddy (Josh Gad) von Gaston ist nun homosexuell.

Neuauflagen noch und nöcher

Aber wenn die Realverfilmung des Klassikers keine wirklich neue Sache ist – was hat sie dann im Kino verloren? Ein bisschen nervt der Hollywood-Remake-Wahn ja doch. Immerhin mussten wir uns schon Cinderella und The Jungle Book anschauen und nun kommt auch noch dieses alte Märchen wieder. Klar, jeder dieser Kinofilme hat Spaß gemacht und mit neuester Computertechnologie beeindruckt. Aber wieso können wir nicht einfach die VHS-Kassette von damals reinschieben? Neuauflagen sind scheinbar das In-Erinnerungen-Schwelgen 2.0. Endlich mal wieder seine Lieblingscharaktere auf der großen Leinwand sehen und dazu kann man auch noch die kitschigen Songs ganz laut hören, ohne dass es einem peinlich sein muss. Schließlich sitzen da ja noch so viele andere Menschen mit einem im Kino und gucken gebannt nach vorn. Was sich also lohnt: Nehmt eure Crew mit ins Kino, holt euch viel Popcorn und Schokolade und feiert gemeinsam das nostalgische Happening!

Fazit

Große Gefühle überall! Kitsch ohne Ende in jeder Szene! Schmachten auf und vor der Leinwand! Ja, Die Schöne und das Biest hat auch nach über 25 Jahren nichts von seiner mitreißenden Wirkung verloren. Doch wer die Romanze schon früher nicht feiern konnte, der wird es jetzt auch nicht tun. Denn die neue Version erzählt keine eigene Story. Aber die alte bleibt natürlich trotzdem richtig gut.https://youtu.be/r3duuvbc_OQUSA 2017; R: Bill Condon; D: Emma Watson, Kevin Kline, Luke Evans, Josh Gad; FSK 6; Kinostart: 16.03.2017
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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