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Datenschutzgrundverordnung: Was ändert sich für uns?




Ihr fragt euch bestimmt, warum ihr in den letzten Wochen vermehrt Mails von Unternehmen oder auch Blogs, die ihr abonniert habt, bekommen habt. Das liegt an der neuen Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO). Diese soll den Datenschutz in der ganzen EU vereinheitlichen und eine alte Richtlinie aus dem Jahr 1995, als das Internet noch nicht sehr verbreitet war, ersetzen. In 99 Artikeln regelt die Verordnung, wie Unternehmen und Behörden, aber auch Betreiber kleinerer Seiten mit personenbezogenen Daten umgehen sollen.

Was sind personenbezogene Daten?

Personenbezogene Daten sind Daten, mit denen eine Person identifizierbar ist. Namen, Augenfarbe oder Autokennzeichen sind beispielsweise personenbezogen. IP-Adressen auch, denn man kann sie auf eine Person zurückführen und ihre Spur im Internet damit verfolgen. Die DSGVO betrifft also jeden, der personenbezogene Daten verarbeitet. Von einer Verarbeitung spricht man, wenn Daten erhoben, gespeichert, verändert, gelöscht oder weitergegeben werden. Seit dem 25. Mai 2018 kann jeder EU-Bürger die Löschung seiner Daten verlangen, beispielsweise wenn diese unrechtmäßig gespeichert werden. Nutzer können auch, vor allem von sozialen Netzwerken, eine Herausgabe ihrer personenbezogenen Daten in strukturierter Form verlangen.

Was ändert sich für Blogger?

Wenn ihr normale Nutzer seid, ändert sich für euch nicht viel, außer dass ihr auf die neuen Datenschutzrichtlinien hingewiesen werdet oder Benachrichtigungen per Mail bekommt. Seid ihr aber Blogger oder betreibt eine Webseite, müsst ihr Besucher darüber aufklären, zu welchem Zweck ihr welche Daten verarbeitet. Betroffen seid ihr davon bereits, wenn ihr ihr mit Wordpress Plug-Ins Nutzerdaten erfasst oder auf eurem Blog eine Kommentarfunktion habt. Wichtig ist zu schauen, ob und welche Plug-Ins von Drittanbietern im Hintergrund laufen. Plug Ins und Social Media Buttons, die ihr nicht dringend braucht, sollten lieber entfernt werden. Außerdem dürft ihr nicht vergessen, eure Datenschutzerklärung im Impressum an die DSGVO anzupassen. Dafür könnt ihr zum Beispiel Generatoren benutzen.Bei kleinen Verstößen gibt es eine Mahnung und eine Frist, eure Webseite anzupassen. Bei größeren Verstößen können auch Bußgelder drohen. Daher ist es besonders wichtig, sich mit damit zu beschäftigen!
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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