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Black Friday, Cyber Monday: Warum shoppen wir eigentlich so günstig?




Rezept: Nehme ein beliebiges Wort und setze es vor einen Tag deiner Wahl. Bestimme den Rabatt und drucke ein Prozentschild aus – klingt doch super. Wir sind nicht mal streng mit der Einhaltung der Tage: Saturday gab es immer noch Black Friday Rabatt. Ganz nach dem Motto: Wenn wir etwas günstiger bekommen, beschweren wir uns nicht darüber.

Warum Black Friday?

Der schwarze Freitag kommt aus der amerikanischen Tradition. Nach Thanksgiving, welches immer am vierten Donnerstag im November gefeiert wird, folgt seit 1961 der Black Friday. Wenn die Familie schon mal zusammen ist, können auch direkt die ersten Weihnachtsgeschenke gekauft werden. Da sich hier viele Amerikaner einen Brückentag nehmen, kann der Urlaub mit Prozentrausch ausgiebig genutzt werden. 2016 gaben die Amerikaner rund 37 Millarden Euro an dem Shopping-Wochenende aus.

Black Friday Horror Story

Umsatzstärkstes Wochenende – zu welchem Preis? Viele Amerikaner flippen an diesem Wochenende komplett aus. Auf Buzzfeed gibt es Horrorgeschichten, von Menschen die Umkleidekabinen als Toiletten benutzen, andere wegen Kaffee schlagen oder sich etwas brechen, bei dem Versuch den besten Deal zu erwischen. Aus Frust werden auch gerne mal Produkte auf andere Menschen geschmissen. Seit 1992 gibt es die Gegenbewegung Buy Nothing Day. Den Tag der Rabatte nicht zu nutzen, kann also auch Aushängeschild sein: Participate by not participating.https://www.instagram.com/p/Bb3ehV2HhwE/?tagged=buynothingday

Black Friday Love Story

Okay, es ist keine richtige Love Story. Es ist ein Black Friday Bild, das man gar nicht mit den Sonderangeboten verbindet. Die winzigen Füße eines Neugeborenen sind viel schöner als die ganzen Prozentzeichen.https://www.instagram.com/p/Bb_tV38gs90/?taken-by=edaakyilmazphotography

Warum bei uns?

Globalisierung, Internet, Umsatz – es gibt viele Gründe, für Deutschland den Black Friday zu nutzen. Waren es vor drei Jahren eher die großen Online-Händler, haben dieses Jahr auch viele Innenstadtgeschäfte mitgezogen. Die Frage ist nur, ob wir ohne das Truthahn-Essen am Vortag genauso viel Geld ausgeben, wie die Amerikaner?

Wird sich das durchsetzen?

Prozente setzen sich eigentlich immer durch. Wenn an der Kasse dann auch noch direkt der Rabatt abgezogen wird und wir sehen, wie viel wir gespart haben, sind wir einfach glücklich. In den USA öffnen manche Geschäfte schon um fünf Uhr morgens, die Menschen stehen Schlange und alle mit demselben Ziel: So wenig Geld, für so viele Dinge wie möglich, auszugeben. So tief ist der Black Friday bei uns noch nicht verankert. Wir wissen jetzt auf jeden Fall, dass es ihn gibt und man an diesem Wochenende einiges sparen kann. Prügeln wollen wir uns aber nicht.

Cyber Monday – die gewaltfreie Lösung

Keine Schlangen, keine Brüche und trotzdem Prozente. Der Cyber Monday ist die Antwort der großen Online-Händler auf den Black Friday. So war es zumindest anfangs. Beim Black Friday haben sie zwar auch schon gute Angebote, der Cyber Monday verspricht aber noch mehr. Die Shoppingspannung wird also bis zu diesem Tag konstant aufrecht erhalten. Wer am Black Friday noch nicht das Gefühl hatte, den Deal seines Lebens gemacht zu haben, kann jetzt richtig zuschlagen – mit den virtuellen Händen.

Singles Day – China denkt an jeden Einzelnen

Diesen Tag hat Deutschland noch nicht wirklich für sich entdeckt. In China bringt der Online-Shopping-Tag Milliarden ein. Am 11.11. gibt es 24 Stunden lang die verschiedensten Rabatt-Aktionen. Ursprünglich war der Tag als Anti-Valentinstag gedacht, da die vier Einsen Alleinstehende symbolisieren sollen.Wir fragen uns, ob wir auch mal ein Wort, vor einen Tag setzen sollten...
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