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30 Sprachen sprechen: Talent oder harte Arbeit?




Warum sollte man überhaupt Fremdsprachen lernen?

Sie spielen in der heutigen Gesellschaft eine bedeutende Rolle: Man muss sich nur den hohen Anteil von anderssprachigen Medien wie YouTube anschauen. Um diese nutzen und sich mit anderen darüber austauschen zu können, braucht man Fremdsprachen. Auch für später sind sie wichtig, denn sie gelten als Schlüsselqualifikation für Ausbildung und Beruf: Sie erhöhen nicht nur die Flexibilität bei Berufswahl und -ort, man kann mit ihnen auch bei einem zukünftigen Arbeitgeber punkten.

Woher weiß ich, welcher Weg zu mir passt?

Es gibt leider kein Patentrezept, um Fremdsprachen zu lernen. Generell gilt: Der wichtigste Faktor ist die Motivation. Wenn diese sehr hoch ist, ist die Methode erst mal zweitrangig. Es sollte jeder ausprobieren, wie man am besten einen Zugang zur Sprache bekommt – Filme schauen, Lern-Apps oder Skype-Dates mit ausländischen Freunden sind alles tolle Möglichkeiten, die auch noch Spaß machen. Wir empfehlen sogar, viele unterschiedliche Wege parallel anzuwenden: Die Mischung aus verschiedenen Methoden ist ideal.

Es soll ja Menschen geben, die 30 oder sogar mehr Sprachen (fließend) sprechen – kann das jeder von uns schaffen?

Nein, leider nicht. Sicherlich gibt es vereinzelte, hochmotivierte und begabte Menschen, denen das gelingt, aber das ist nicht der Regelfall. Was aber tatsächlich stimmt: Je mehr Sprachen man bereits kennt, desto leichter lernt man eine neue – zumindest, wenn sie auf ähnlichen Strukturen, also einem ähnlichen Wortschatz oder einer ähnlichen Grammatik, basiert. Das ist zum Beispiel bei Sprachen wie Französisch, Spanisch und Italienisch der Fall. Unsere Experten: David Gerlach vom Institut für Schulpädagogik und Simon Falk vom Informationszentrum für Fremdsprachenforschung an der Philipps-Universität MarburgZum Abschluss haben wir noch zwei Tipps für euch – haltet eure Notizblöcke bereit!

Trick 17: Ich kleb dir einen!

Eine witzige Idee, für die man allerdings verständnisvolle Eltern braucht, ist das Zettelkleben. Was das sein soll? An jedem Möbelstück wird der entsprechende Begriff in der fremden Sprache angebracht, zum Beispiel auf Spanisch: Kühlschrank = la lavadora, Spülmaschine = el lavaplatos. Gelernt wird so quasi nebenher. Spätestens wenn das Haus im Zettelmeer versinkt, sollte man sich schon einen ganz guten Grundstock an Vokabeln angeeignet haben. Davon hat dann am Ende sogar die ganze Familie etwas.

Trick 17 1/2: Bau dir eine Brücke!

Wer eine Sprache lernt, muss sich viel merken. Hunderte von Vokabeln lernen wir jedes Schuljahr, und das oft in mehreren Sprachen. Kein Wunder, dass man da die eine oder andere wieder vergisst. Ein toller Trick, um sich neue Wörter zu behalten, sind Eselsbrücken. 100 Vokabeln in einer Stunde versprechen Gedächtnistrainer Oliver Geisselhart und Pädagoge Helmut Lange: In ihrem Buch „Schieb das Schaf“ haben sie 1500 Vokabelpaare und Eselsbrücken zusammengetragen. Jede Vokabel wird mit einem anderen, möglichst skurrilen Bild verknüpft und soll sich so im Gedächtnis verankern.Und das geht so: Das englische Wort für „Bagger“ lautet „Digger“. Man merke sich: „Ein dicker Mann sitzt in einem Bagger.“ Klingt gar nicht so unlogisch, oder? Einfach mal ausprobieren!Weitere Tipps und Tricks rund um das Thema Sprachen lernen findest du hier.
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