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Apps für Handicaps: Lass mich sprechen, sehen, hören …




Fotos auf Instagram teilen oder spontan zu einer Uni-Vorlesung gehen – solche alltäglichen Dinge waren für Menschen mit Behinderung früher unmöglich. Verschiedene Apps ersetzen heute Augen, Ohren, Mund, helfen bei der Orientierung und sorgen für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft. Wir stellen euch fünf besondere Alltagshelfer vor.

FotoOto

Auf Facebook, Instagram und Snapchat werden täglich unzählige Fotos gepostet – doch was machen eigentlich blinde Menschen? Mit FotoOto werden sie von diesen Kanälen nicht mehr ausgeschlossen, sondern können Bilder akustisch erleben.Nachdem ein Bild geknipst wurde, liest die App vor, was darauf zu sehen ist. Anschließend kann der Fotograf einen Audiokommentar dazu aufnehmen und einen Umgebungssound hinzufügen. Die Farben des Bildes werden in Töne übersetzt und eine einzigartige Klangmelodie entsteht, die je nach Bild ganz unterschiedlich ist.Die App gibt’s kostenlos im App Store.

Let me talk

Für Autisten ist es fast unmöglich, die Gefühle ihres Gegenübers zu deuten und darauf zu reagieren. Und auch die eigenen Gefühle und Bedürfnisse können sie nur sehr schwer ausdrücken. Let me talk umfasst 9.000 Bilder, die verschiedene Alltagssituationen abdecken und symbolisch für bestimmte Wörter stehen. So können Menschen mit Autismus der Außenwelt ihre Gefühle zeigen und deutlich machen, was sie brauchen.Let me talk könnt ihr euch kostenlos im App Store und im Google Play Store herunterladen.

WheelMap

Mal schnell ein Käffchen trinken oder noch kurz aufs Klo – was für die meisten Menschen keine große Sache ist, kann für Rollstuhlfahrer schon durch eine kleine Stufe zum großen Problem werden. Mit der WheelMap können solche Hindernisse schon im Vorfeld umgangen werden: In der Onlinekarte werden Orte mit einem Ampelsystem von grün („voll rollstuhlgerecht“) bis rot („nicht rollstuhlgerecht“) von den Nutzern bewertet.WheelMap gibt‘s kostenlos im App Store und im Google Play Store.

VerbaVoice

Einer Unterrichtsstunde oder Uni-Vorlesung folgen, wenn man nichts hört? Ohne einen teuren Dolmetscher war das bis vor kurzem noch unmöglich. Jetzt können Hörgeschädigte über VerbaVoice einen Dolmetscher buchen, der über die App live zugeschaltet ist und in Echtzeit das Gesagte in Gebärdensprache oder Schrift übersetzt.Die App könnt ihr euch im App Store und im Google Play Store herunterladen. Für Hörgeschädigte ist sie kostenlos.

Inklumoji

Grinsende Smileys, schüchterne Affen und sogar japanische Puppen – Emojis ersetzen die Worte in Chats. Politisch korrekt in unterschiedlichen Hautfarben und gleichgeschlechtlich sind sie zwar, Menschen mit Behinderung kommen in der Emoji-Tastatur aber bisher nicht vor. Inklumoji bringt 27 Emojis aufs Smartphone, die zeigen wie Menschen mit Handicaps ihren Alltag meistern.Inklumoji gibt’s kostenlos im App Store und im Google Play Store.
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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