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Abschiedsschmerz und Freudentränen: Lena berichtet im YAEZ-Auslandsblog




Wie war dein Auslandsjahr? Wie hat es dir gefallen? Na, wie war’s? Diese Fragen habe ich in den letzten Wochen, in denen ich wieder in Deutschland bin, so oft gestellt bekommen. Dabei kann man das gar nicht so einfach beantworten. Schließlich war es nicht nur ein Urlaub oder ein kurzer Trip, sondern ein ganzes Jahr voller Erlebnissen und Emotionen, ein Teil meines Lebens. Insgesamt kann ich immer sagen, dass es toll war, aber da steckt so viel mehr dahinter – gute sowie auch schlechte Tage. Wie schon in der ersten Hälfte des Jahres habe ich in den letzten fünf Monaten noch einmal sehr viel erlebt. Mit dem kommenden Sommer wurde es immer wärmer und wir sind einige Male an die Ostküste gefahren und haben einen Strandtag gemacht. Ich liebe das Meer! Wir haben den Tag dann meistens auf der Assateague Island verbracht. Auf dem Strand zwischen dem Atlantik und dem Chesapeake Bay leben Wildpferde. Eines der größten Highlights war eine Reise zu Disney World in Florida.Es war ein toller Urlaub mit meiner Gastfamilie und jeder Menge Spaß. Ich hatte außerdem die Chance an einer sehr amerikanischen Tradition teilzunehmen – Graduation! Es war unglaublich dabei zu sein. Dort bekommt man, in dem aus High School Filmen bekannten Outfit Cap and Gown, sein High School Diplom feierlich verliehen. Abgesehen von diesen Erlebnissen fühlte ich mich nun wirklich zu Hause. Meine Gastfamilie ist für mich wie eine richtige Familie geworden. Natürlich habe ich mich zum Ende hin auch gefreut, wieder zurück nach Deutschland zu meiner Familie und meinen Freunden zu gehen. Trotzdem war mir von Anfang an klar, wie sehr ich die Zeit in Maryland vermissen werde.Im Juni musste ich mich schon von meiner Gastschwester verabschieden, da es für sie schon nach Hause ging. Wir sind in den zehn Monaten sehr gute Freunde geworden und daher fiel der Abschied auch nicht leicht. Wenige Tage später kamen meine Eltern und mein Bruder nach Amerika. Sie haben bei meiner Gastfamilie gewohnt und wir haben einen kleinen Road Trip gemacht. Es war total toll Ihnen einige Orte zu zeigen, die ein Teil meines Lebens waren und auch, dass sie meine Gastfamilie kennengelernt haben. Wir hatten alle zusammen eine tolle Zeit! Drei Wochen später war es dann auch für mich Zeit zu gehen. Ich musste mich zwar verabschieden, aber es war kein Abschied für immer sondern eher ein „Bis bald!“: Jetzt sitze ich in Deutschland, habe immer noch täglichen Kontakt zu meiner Gastfamilie und plane, sie so bald wie möglich besuchen zu gehen.Eine meiner größten Sorgen vor dem Jahr war die Sprache. Es hat sich herausgestellt, dass diese Angst total unbegründet war. Ich konnte mich ohne jegliche Probleme verständigen und am Ende fiel es mir sogar leichter, mich auf Englisch auszudrücken als auf Deutsch. Am Flughafen in Deutschland wurde ich von meinen Großeltern und meiner besten Freundin empfangen. Es war super schön sie wieder zu sehen. Kaum angekommen habe ich mich aber auch sofort wieder zu Hause gefühlt: als wäre ich nie weg gewesen. Das gesamte Jahr kommt mir jetzt vor wie ein Traum, als wäre es nie wirklich passiert. Es ist ein komisches Gefühl, aber ich bereue meine Entscheidung keineswegs.
Publisher : YAEZ Verlag GmbH
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