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EM 2012-Blog: Deutschland gegen Griechenland

Elf Freunde müsst ihr sein: Die Fußball-Nationalmannschaft für die EM 2012 in Polen und der Ukraine. (Foto: PR)

Deutschland steht im Halbfinale. Die knallharte YAEZ-Spielanalyse in Blogform von Sportmuffel Mark und Fußballexperte Birk.

Elf Freunde müsst ihr sein: Die Fußball-Nationalmannschaft für die EM 2012 in Polen und der Ukraine. (Foto: PR)


 

Mark: Birk, so ein Mist! Jetzt war ich zwar zum vierten Deutschland-Spiel in Hamburg, aber wir haben es trotzdem nicht geschafft, uns zusammen zu telefonieren. Und zum Public Viewing auf die Reeperbahn bin ich auch nicht gekommen. Immerhin ein kleines Feuerwerk über Hamburg habe ich mitbekommen, als das Viertelfinalspiel zu Ende ging. Habe ich da was verpasst?

Birk: Bei der Frage muss ich passen. Die "Harley Days" zusammen mit regelmäßigen Junggesellinnen-Abschieden von Landfrauen und das große Public Viewing haben mich weit von der Reeperbahn ferngehalten. Aber ich glaube, das Spiel gestern war überall sehenswert, egal ob auf der Couch, in einer Kneipe oder beim Public Viewing. Kommen wir doch gleich mal zu der lästigen Frage nach deinem Fußballfieber. Brennst du inzwischen?

Mark: Fußballfieber will trotz allem noch nicht bei mir aufkommen. Selbst wenn die Spiele so spannend sind wie gestern - sobald die 90 Minuten um sind und die Kamera heulende Fans (dieses Mal aufseiten der Griechen) einfängt, dann denke ich immer: Leute, so viel Hype um Fußball, das kann doch nicht euer Ernst sein!

Birk: Dieser Sport ist halt einfach hoch emotional. Geweint habe ich aber auch noch nie wegen einer Niederlage....

Mark: Gestern hatte die deutsche Elf eine wichtige Zuschauerin: Angie hat extra einen Termin in Rom vorverlegt, um pünktlich zum Anstoß in Danzig sein zu können. Wie findest du das als Fußballfan eigentlich? Muss die Kanzlerin bei solchen Events unbedingt vor Ort sein?

Birk: Ja, sie darf! Frau Merkel gilt ja als großer und emotionaler Fußballfan. Vielleicht hast du die Bilder vom Champions League Finale gesehen, das die Kanzlerin mit US-Präsident Obama und ihrem englischen Kollegen geschaut hat. Dafür wurde der Gipfel sogar unterbrochen. Auch zur Nationalmannschaft hat sie ein sehr freundschaftliches Verhältnis und vor großen Spielen besucht sie auch die Kicker gerne in der Kabine. Ein wenig gehört diese Präsenz aber auch zum guten Ton. Viele Staatsmänner kommen zu den größeren Spielen ihrer Mannschaften. Also von daher finde ich das gut und richtig.

Mark: Ich finde das ja auch völlig okay, dass sie bei solchen Spielen Präsenz zeigen möchte. Aber dass sie da etwa Termine verschiebt, naja. Selbst wenn es sich dabei um weniger wichtige Termine handelt, finde ich das schon eine merkwürdige Schwerpunktsetzung.

Birk: Naja, es gehört halt wie gesagt zum guten Ton. Übrigens hat man die Kanzlerin bisher nur in Polen gesehen. Die Vorrundenspiele in der Ukraine hat sie und viele ihrer Kollegen aus der Bundesregierung aus Protest gegen den Umgang der Ukraine mit der inhaftierten Ex-Präsidentin Julia Timoschenko boykottiert. Das finde ich schon wieder gut. Sollte Deutschland ins Finale kommen, wird sie aber wahrscheinlich doch nach Kiew kommen. Aber genug der Politik - Wie hat dir das Spiel gestern gefallen?

Mark: Das Spiel an sich hat mir total gut gefallen. Ein Spannungsbogen wie beim Film: Die deutsche Mannschaft geht in Führung. Jubelstimmung. Dann schlagen die Griechen zurück. Verunsicherung bei den Deutschen. Aber dann nehmen sie alle Kraft zusammen und machen noch drei Tore. Das war schon schick. Wie hat dir das deutsche Team spielerisch gefallen? Reicht das fürs Finale?

Birk: Das Spiel war gestern wirklich großartig und von der ersten bis zur letzten Minute sehenswert. Auch weil es gar nicht zum langweiligen Anrennen gegen eine griechische Mauer kam, sondern es durchweg Torchancen gab. Die Nationalmannschaft hat immer in den richtigen Momenten das Tempo angezogen und so die Tore gemacht. Ich lege mich mal fest, im Finale treffen wir auf Spanien und haben auch noch sehr gute Chancen. Die beiden Halbfinalgegner England oder Italien haben bisher noch nicht 100 Prozent überzeugt und ich halte sie für absolut schlagbar. Ich lehne mich sogar noch weiter aus dem Fenster und sage Deutschland wird Europameister.

 
 
 

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