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Die Orsons: Die Türen werden größer

Die Orsons: Vier grundverschiedene Typen auf der gleichen musikalischen Linie. (Foto: PR)

Mit dem Plattendeal bei Universal tun sich neue Wege auf. Die vier Rapper im Interview über Pop-Parodien, Egos und ihre Livepläne.

Die Orsons: Vier grundverschiedene Typen auf der gleichen musikalischen Linie. (Foto: PR)


 

Wer HipHop verfolgt, weiß, dass es die Orsons schon länger gibt. Nun habt ihr einen Plattenvertrag bei Universal und wart mit Grönemeyer auf Tour. Habt ihr jetzt den Sprung von der Szenegröße zum breiten Publikum geschafft?

Die Orsons: Ja und Nein. Wir sind, wie du richtig sagst, schon länger eine Band und außerdem mit unseren Soloprojekten viel unterwegs. Wir haben auch das Label Chimperator mit Künstlern wie Cro auf die Beine gestellt. Insgesamt sind wir bestimmt schon zehn Jahre im Musikgeschäft unterwegs. Darum hält sich das Gefühl über Nacht groß geworden zu sein in Grenzen. Anders herum sind die neuen Türen, die sich jetzt öffnen, deutlich größer und zahlreicher als noch beim letzten Album ohne Universal.

Inzwischen findet ihr nicht nur in dem immer gleichen Hiphop-Medien-Brei statt, sondern bekommt auch von außerhalb Aufmerksamkeit. Genießt ihr das?

Die Orsons: Ja, definitiv. Immerhin stehen die Orsons ja für viel mehr als nur Rapmusik. Unsere Einflüsse sind deutlich breiter, leider waren wir lange Zeit einfach zu klein für andere Medien. Gerade weil wir immer Wert auf unsere Ecken und Kanten gelegt haben, freut uns das neue Interesse der Journalisten und in einem gewissen Grad auch der Entdeckungsprozess. An dieser Stelle: Danke an alle neuen Fans und interessierten Journalisten.

Profitiert ihr auch von dem wieder gestiegenen Interesse am HipHop? Immerhin sorgen Leute wie Marteria, Cro oder Max Herre für einen ordentlichen Aufschwung.

Die Orsons: Wir profitieren natürlich von solchen Entwicklungen, egal ob wirtschaftlich oder in der Aufmerksamkeit. Gleichzeitig muss man auch sagen, dass wir nicht wenig dazu beigetragen haben. Es gibt immer Innovatoren und Leute, die es gut verkaufen. Wir waren nie eine Band, die sich sonderlich gut verkaufen kann und werden es wahrscheinlich auch nie sein.

Cro ist ein gutes Stichwort. Im Zusammenhang mit dem Bundesvision Songcontest konnte man häufiger lesen, dass der große Cro die Newcomer von den Orsons unterstützt. Dabei habt ihr ihn erst möglich gemacht. Wurmt das?

Die Orsons: Naja, es ist manchmal nicht leicht. Immerhin haben wir wie viele Künstler allesamt große Egos. Schlussendlich hat uns Cro aber auch geholfen und wir konnten durch ihn strukturell wachsen. Wir haben zum Beispiel Universal gewinnen können. Darum hält sich das Hadern in Grenzen und wir beantworten jede „Kennt ihr eigentlich Cro?“-Frage geduldig.

Kommen wir mal zu eurer Musik. Mir ist aufgefallen, dass ihr als Solokünstler viel stringenter arbeitet. Eine Orsons-Platte klingt dagegen eher wie ein wilder Haufen aus Einflüssen...

Die Orsons: Es ist wirklich eine Mischung aus Einflüssen von vier Leuten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Tuas Freunde sind alles Straßenidioten, Maeckes hat irgendwelche Künstlerfreunde, Plan B nur Rapper und Kaas spricht nur mit Gott und Bäumen. Gemeinsamkeiten zu finden, ist entsprechend schwer, sowohl thematisch als auch musikalisch. Verbindend ist dagegen die Geisteshaltung, also der Psycho-Positivismus und Konstruktivismus. Wir stellen uns nicht über Dinge, wir würden keine grundnegativen Songs machen, auch Battle-Ansagen findet man bei den Orsons nicht.

Ist es schwer, eure Egos einer Bandstruktur unterzuordnen?

Die Orsons: Das ist sehr schwer. Aus diesem Grund haben wir auch so lange für dieses Album gebraucht. Jeder von uns weiß sehr genau, wo er persönlich hin möchte und muss sich aber entsprechend auf drei andere Egos einlassen. Viel Zeit während der Arbeit an unserem Album haben wir damit verbracht für uns festzustellen, was eigentlich die Orsons sind und wofür wir stehen wollen. Jeder hat für seinen Anteil am Sound kämpfen müssen.

Beim Thema Sound muss ich natürlich „Horst und Monika“ ansprechen. Der Song ist ja perfekter Pop und hat trotzdem einen verstörenden Inhalt. Warum?

Die Orsons: Wir wollten den Pop etwas parodieren. Da passte es natürlich gut, dass wir beim Bundesvision Songcontest mitmachen konnten. Für den Auftritt haben wir einfach jedes Popklischee genommen, vom Teeniestar, Bikini-Girls bis zum Kinderchor. Gleichzeitig wird dieser musikalisch unhörbare Song durch seinen Text zum Trojanischen Pferd und zerstört jede Charttauglichkeit. Was bleibt, ist eine Ode an die Toleranz und ein guter Song gegen Nazis.

Nicht jeder wird eure Musik verstehen. Gehört zu den Orsons auch ein bewusstes Anecken?

Die Orsons: Im Prinzip ist doch egal, ob wir immer verstanden werden oder nicht. Man kann nicht Verständnis erwarten, wenn man komplexe Sachen macht. Die Menschen haben keine Zeit zum Nachdenken und werden dadurch ignorant. Das merken wir auch an uns selbst, wir geben ja auch nicht jeder unbekannten Band eine Chance uns zu begeistern.

Mehr Informationen zu den Orsons gibt es hier. Folgt diesem Link zur Facebookseite.

 
 
Kategorie: Musik
 

Raelsan

20.11.2012, 06:40 Uhr Ich hoffe Ihr seid alle wieder gnesud und munter ;)Den Zieleinlauf habe ich ja leider knapp verpasst samstag abend, aber man sah Euch allen an, dass Ihr alles gegeben habt. Fertig aber glfccklich ;)War ja auch eine sportliche Hf6chstleistung. Ich freue mich auf 2008 und sehe zu, dass ich dann auch ein paar Runden mitdrehen kann.

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