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Seeed: Elektro und Tiefenentspannung

Sie sind zurück im neuen Outfit und reiten in deutsche Konzerthallen: Seeed (Foto: PR)

Die Mammut-Truppe aus Berlin veröffentlicht das erste Album seit sieben Jahren und überrascht unter anderem mit einem Elektrosong.

Sie sind zurück im neuen Outfit und reiten in deutsche Konzerthallen: Seeed (Foto: PR)


 

Nach langer selbstverordneter Pause melden sich die elf Dancehall-Caballeros aus der Hauptstadt zurück. Zuvor hatten sich vor allem die drei Frontmänner mit ihren Soloprojekten versucht.  Am meisten Aufmerksamkeit wurde dabei Pierre Baigorry als Peter Fox zuteil. Er landete mit „Haus am See“, „Alles neu“ und „Schwarz zu blau“ einen Hit nach dem anderen und füllte erfolgreich die Konzerthallen, bis ihm der Rummel um seine Person angeblich zu viel wurde. Das neue Album mit dem schlichten Titel „Seeed“ erinnert an vielen Stellen an den Sound seines Soloprojektes. Trotzdem soll die neue Platte ein Bandalbum sein, erwachsener und mit vielen live eingespielten Passagen.

Immer noch Seeed

Bereits nach den drei Singleauskopplungen im Vorfeld wurde deutlich, dass der Langspieler nicht so klingen würde, wie die davor. „Molotov“ kam mit ungewohnt harten und verzerrten Gitarrenriffs daher, in  „Wonderful Life“ pumpen elektronische Sounds im Rocksteady und „Beautiful“ ist unerwarteterweise ein Bigband-Stück mit butterweichen Bläsersätzen. Den Seeed-Style machen vor allem die Dickehose-Texte Pierre Baigorrys aus, welche auch dieses Mal wieder üppig vertreten sind. In „Waste my Time“ ruft er in altbekannter Manier: "Du bist mein Harem, ich dein dicker Scheich“  oder „Du bist Anästhesist / Du weißt was ich mag / Morgen wach ich nackt auf im Park.“ Auch wenn solche Texte polarisieren mögen -  fast schon sicher ist, dass viele der neuen Seeed-Phrasen bald lautstark aus Deutschlands Tanzhallen schallen werden.

Der Kopf nickt von alleine

Seine Bühnengefährten Frank Dellé und Demba Nabé sind weiterhin für die schmachtenden und melodischeren Gesangsparts zuständig. Und auch der obligatorische Reggae-Song findet sich auf der neuen Platte. „You & I“ fühlt sich zumindest noch ein paar Beats pro Minute langsamer an, als das vielgefeierte „Aufstehn“ und sorgt für Tiefenentspannung. Völlig aus der Rolle fällt „Seeeds Haus“. Auf einem stampfenden Elektrobeat präsentieren die Berliner damit einen lupenreinen Partytrack á la Deichkind. Alt eingesessene Dancehall-Liebhaber wird dieser Song womöglich verschrecken, doch sicherlich lassen sich so auch einige neue Fans hinzugewinnen. Mit „Augenbling“ und „Deine Zeit“ sind aber auch typische Seeed-Songs vertreten: Viel Tiefbass und der Kopf fängt von alleine an zu nicken. Die reitenden Reisebegleiter sind zurück und wirbeln eine Menge Staub auf.

Weitere Infos gibt es hier.

 
 

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Kategorie: Musik
 

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