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Madsen: Ein bisschen zurück zu den Wurzeln

Madsen fühlen sich nicht als Rockstars, begeistern aber Tausende von Fans.

Auf ihrem neuen Album „Wo es beginnt“ entdecken Madsen ihre Wurzeln als  Rockband aus Norddeutschland. Hier das Interview.

Madsen fühlen sich nicht als Rockstars, begeistern aber Tausende von Fans.


 

Ich habe in eurem Pressetext gelesen, dass ihr für „Wo es beginnt“ drei, vier Schritte zurückgegangen seid. Warum?

Madsen: Ja, zurückgegangen klingt jetzt so nach zurückentwickelt oder so. Nein, wir sind eher ein bisschen zurück zu den Wurzeln gegangen. Das neue Album ist glaube ich so authentisch wie sonst keins. Auch weil wir gemerkt haben, dass wir mal eine Platte machen wollen, die uns auch als Rockband darstellt. Deswegen ist „Wo es beginnt“ auch am ehesten mit dem Madsen-Debüt zu vergleichen.

Ich habe auch gelesen, dass ihr aus dem Bauch heraus produziert hättet...

Madsen: Ja, genau. Wir haben bewusst auf einen externen Produzenten verzichtet und uns auch kein großes Konzept überlegt. Das heißt, es kam alles aus dem Bauch. Und wir haben einfach gemacht, was wir wollten. Wir haben zum Beispiel auch einfach mal Zwischenteile drin gelassen, die uns jeder Produzent rausgenommen hätte. In diesem Sinne ist das eben alles aus dem Bauch heraus.

Wie hat sich euer Studioalltag dadurch geändert?

Madsen: Jeder von uns musste herausfinden, was er am besten kann. Und jeder von uns konnte dann auch irgendwas. Es hat erst mal jeder sein eigenes Instrument bearbeitet, editiert und betreut. Und dann haben sich so ein paar Sachen einfach herausgestellt. Das mussten wir einfach lernen, z. B. was wir an Gesang aufgenommen haben. Deshalb war auch der Unterschied zu den anderen Album-Produktionen, dass eigentlich jeder immer irgendwas zu tun hatte.

Musstet ihr euch auch länger vorbereiten?

Madsen: Natürlich, wir haben das ganze Album dumm und dämlich geprobt. Wir hatten ja 40 Demos fertig und waren dann in der Situation, dass wir uns entscheiden mussten, was denn aufs Album kommt. Dann haben wir ganz, ganz viel geübt und haben eigentlich die 12 Stücke genommen, die im Proberaum am besten funktioniert haben und am meisten Spaß gemacht haben.

Gab es auch Situationen, in denen ihr gezweifelt habt?

Madsen: Fast jeden Tag, gerade weil jedes Stück immer wieder Neuland war. Wir haben uns da ganz schön was aufgehalst. Aber gleichzeitig war uns auch klar, dass es keine Alternative gibt und der Weg richtig ist.

Beim Hören des Albums bin ich über den Song „Generation im Arsch“ gestolpert. Das geht ja ganz schön nach vorne, so etwas war ich von Madsen gar nicht mehr gewohnt...

Madsen: Wieso? Es gab ja bei der Madsen-Geschichte immer mal wieder Stücke in der Richtung, lass es die B-Seite „Blockade“ sein oder ein Song wie „Panik“ oder „Nitro“. Das sind die Punk-Wurzeln, die einfach raus müssen und wahnsinnig Spaß machen.

Und Ihr habt auf dem Album auch weniger Liebeslieder als sonst. Beim letzten Album "Labyrinth" waren das ja unglaubliche sieben Stück.

Madsen (lachen): Ja, das liegt auch an unserem Sänger, der die Texte schreibt. Da hatte er sich halt tierisch mit dem Thema Liebe auseinandergesetzt. Und jetzt beschäftigen ihn andere Sachen, mit denen ich mich auch noch eher identifizieren kann. Ich bin sehr froh, dass dieses Album auch textlich so direkt ist.

Ich habe euren Auftritt beim Hurricane gesehen und war überrascht, wie viele Menschen ihr immer wieder begeistern könnt. Fühlt man sich da auch ein wenig wie ein Rockstar?

Madsen: Nee, wir sind keine Rockstars. Wir sind eigentlich immer noch die Typen vom Dorf, die Spaß am Leben haben, Spaß an der Musik haben. Wahrscheinlich kann uns das einfach keiner übelnehmen.

Aber hat euch dieser Zuspruch auf den Festivals nicht auch überrascht?

Madsen: Ja, das war auch für uns krass und sehr überraschend. Wir waren ja auch total aufgeregt. Deswegen haben wir auch dieses Warm-up-Konzert gemacht am Donnerstag auf dem Campingplatz, um überhaupt vorher einmal gespielt zu haben, bevor wir direkt mit drei, vier, fünf neuen Stücken auf so einer Riesenbühne stehen. Wir waren total aufgeregt davor. Wir hätten auch selber nicht gedacht, dass es so gut läuft.

Wie waren denn die ersten Reaktionen auf die neuen Songs im Netz?

Madsen: Bis jetzt haben wir eigentlich durchweg ein komplett positives Feedback gekriegt. Jetzt gibt es das Video zu „Lass die Musik an“. Wir haben eigentlich vor allem bei „Baut wieder auf“ mit viel mehr negativen Reaktionen gerechnet, auch gerade wegen des Videos. Das ist ja ein sehr außergewöhnliches Video. Stattdessen sind die Reaktionen wirklich durchweg positiv und das gibt einem auch ein echt gutes Gefühl.

 
 
 

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