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Energiewende: Was bedeutet das eigentlich für uns?

Interessiert lauschten die Real- und Werkrealschüler den Informationen über die Zukunft der erneuerbaren Energien. (Foto: Echolot PR)

Der Atomausstieg ist beschlossen. Aber was kommt danach? Schüler aus Ostheim und Experten haben darüber diskutiert.

Interessiert lauschten die Real- und Werkrealschüler den Informationen über die Zukunft der erneuerbaren Energien. (Foto: Echolot PR)


 

Rund 80 Prozent der Deutschen sind nach aktuellen Umfragen für die Stilllegung der Atomkraftwerke. Und so hat es die Regierung dann auch beschlossen: Bis 2022 sollen die 17 AKW, aus denen wir etwa 50 Prozent unseres Stroms beziehen, abgeschaltet werden. Woher die Energie in zehn Jahren kommen soll, ist nun die große Frage. In der Grund- und Werkrealschule Ostheim (bei Stuttgart) haben nun rund 100 Schüler die Energiewende diskutiert. Die Vorstände des regionalen Vereins „Mit uns für BaWü“, die über die Energiewende und ihre Konsequenzen aufklären wollen, standen dabei den Schülern Rede und Antwort.  Auf welche Weise erneuerbare Energien wie Wind- und Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse und Geothermik in Deutschland nutzbar gemacht werden sollen, stand im Vordergrund der Diskussion. So seien die Wasserkraftwerke in Deutschland zwar stark ausgebaut, die Gezeitenkraftwerke steckten jedoch noch in der Entwicklungsphase erläuterte der EnBW-Betriebsrat Sebastian Maier. Auch bei der Windkraft gelte es noch auszubauen, während die Solarenergie sich bereits großer Beliebtheit erfreue. Die Kohlkraftwerke seien auf Grund des hohen CO2-Ausstroßes aber keine Alternative zu den AKW, sagte Maier weiter.

„Wir müssen auf alle Energiequellen setzen“

Neben der noch fehlenden Technologie wiesen die Redner vor allem auf das Problem der Stromspeicherung hin. So muss in den nächsten Jahren vor allem die Größe der Akkus verringert werden, um die Stromnetze nicht durch zu hohe Spannung zu zerstören. Die Netze, die für die Weiterleitung des Stroms aus erneuerbaren Energien nötig wären, scheinen ebenfalls eine Herausforderung zu sein. Um die Ausmaße der Stromnetze zu verringern setzen die führenden Energiekonzerne künftig auf breit gestreute Stromerzeuger. Was das genau heißt? Dass wohl in jeder Region Windräder und Solarkraftwerke aufgestellt werden. „Es ist sehr wichtig, auf alle Energiequellen zu setzen“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins, Matthias Kleinert. Nur so könnten die erneuerbaren Energien den Stromverbrauch decken.

„Es geht um unsere Zukunft“

„Was passiert mit den AKW nachdem sie abgeschaltet wurden?“ oder „Wie sollen Landwirte dazu gebracht werden, Windparks auf ihren Äckern zu erlauben?“, fragten die Schüler. Heidi Holzhay, die Vorsitzende des Vereins, fand klare Worte dazu: „Ich möchte auch keinen Strommasten in meinem Vorgarten haben. Aber wir müssen lernen zu akzeptieren, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien auch Opfer seitens der Bürger erfordert“. Besonders interessiert zeigten sich die Schüler, als es um die Berufschancen im Bereich der erneuerbaren Energien ging. „Ich habe mir fest vorgenommen, ein Praktikum in diesem Bereich zu machen. Eigentlich wollte ich nicht unbedingt einen technischen Beruf erlernen aber nun interessiert es mich sehr“, sagte die 17-jährige Kalliopi. Und auch der 16 Jahre alte Deniz ist begeistert: „Ich interessiere mich bereits seit einiger Zeit für erneuerbare Energien, immerhin geht es dabei um unsere Zukunft. Ich finde es gut, darüber diskutieren zu können“.

 
 
Kategorie: Mitreden
 

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