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Mut tut gut: Die drei trauen sich was

Leonie, Yassin und Kathi haben bereits viel Mut gezeigt (Foto: Lisa-Marie Schmidt)

Mut kostet verdammt viel Überwindung und dennoch müssen wir etwas wagen. Wir können dabei viel gewinnen, denn Mut macht glücklich!

Leonie, Yassin und Kathi haben bereits viel Mut gezeigt (Foto: Lisa-Marie Schmidt)


 

„Komm, mach es einfach!“, sagt eine freche Stimme ganz tief in dir drinnen. „Oh nein, lass es bleiben! Am Ende blamierst du dich“, hält deine vernünftige Seite dagegen. Irgendwann siegt eine der beiden – hoffentlich das Freche, Mutige, Wilde in dir. Denn: Mut bringt dich weiter. Ganz egal, ob du ein Jahr ins Ausland gehst oder vom Zehnmeterturm springst. Wer handelt, obwohl die Situation ungewiss ist, kann nur gewinnen. Klar kostet das Überwindung und Kraft. Aber die aufzubringen, lohnt sich.

„Ängste sind etwas Individuelles“

So wie bei Kathi. Die 16-Jährige wollte Schulsprecherin werden und musste ihren ganzen Mut zusammennehmen, um vor der ganzen Schule eine Wahlrede zu halten. Ihre Angst? Sich vor über 700 Leuten hoffnungslos zu blamieren. „Wer für etwas Mut braucht, lernt immer auch etwas über die eigenen Ängste. Und damit sehr viel über sich selbst“, sagt Dr. Anne Frey, Diplompsychologin und Zivilcourage-Coach für Kinder und Erwachsene. Ängste sind etwas total Individuelles. Manche schreckt es schon ab, ein Referat zu halten, finden es auf der anderen Seite aber total einfach, mit 200 Sachen über die Autobahn zu donnern. Der einen macht es gar nichts aus, einen Jungen anzuquatschen, dafür würde sie niemals ohne ihre Familie in den Urlaub fahren.

„Jede Angst hat ihre Berechtigung“

„Wichtig ist, sich auf keinen Fall mit dem Mut anderer zu messen. Jede Angst hat ihre Berechtigung“, findet Anne Frey. Also bloß nicht vergleichen, sondern lieber bei sich bleiben, erst mal kleine Ziele stecken. Denn die zu erreichen, macht auch schon glücklich. Wie wäre es, erst mal vom Dreimeterbrett zu springen und sich langsam zu steigern? Wer zu viel von sich erwartet, sich keine Fehler zugesteht, kann nur enttäuscht werden – von sich selbst. Überhaupt ist Perfektionismus der größte Mut-Verhinderer. Weil wir es dann gleich richtig und perfekt machen wollen. Dabei sind Fehler total wichtig beim Weiterkommen: „Unsere Gesellschaft verzeiht Fehler nicht. Wenn ein Fußballtrainer oder ein Politiker einen Fehler macht, muss er sofort abtreten. Das überträgt sich natürlich auf uns. Wir trauen uns nichts mehr zu, haben Angst zu scheitern“, sagt Anne Frey.

Eine gehörige Portion Selbstvertrauen

Aber was bedeutet Mut eigentlich? Gerade weil die ganze Angelegenheit so individuell ist, ist sie schwer zu fassen. „Mut bedeutet, in Situationen zu handeln, in denen wir uns nicht sicher fühlen, in denen wir keine Routine haben“, meint die Diplompsychologin. Also aus den gewohnten Handlungsmustern, der „comfort zone“ ausbrechen. Dazu braucht man natürlich eine gehörige Portion Selbstvertrauen. So wie bei Yasin (19). Bei ihm in der Klasse wurde ein Junge immer wieder fertiggemacht. Ein paar Jungs wollten ihn sogar nach der Sportstunde verprügeln. Yassin, der bei allen beliebt ist, stellte sich dazwischen – und riskierte mit seiner Zivilcourage die eigene Stellung in der Klasse. „Gerade bei zivilem Mut muss man immer mit Gegenwind von anderen Menschen rechnen. Das macht es so schwer“, erklärt Anne Frey. Aber selbst wenn man nicht „erfolgreich“ war mit seinem Einsatz, kann man ein Erfolgserlebnis verbuchen: Im Einklang mit den eigenen Werten zu leben, das ist ein großes Glück – und macht auch schon zufrieden.

Mut macht glücklich

Und warum macht Mut jetzt eigentlich glücklich? Klare Sache: Wer mutig ist, wächst über sich hinaus, ist stolz auf sich, wird selbstbewusster. Und: Wer mutig ist, entwickelt sich weiter, stellt sich seinen Ängsten. So wie Leonie. Die 15-Jährige hatte Angst vor der Kritik im Netz. Trotzdem lud sie ein Video ihrer Band bei YouTube hoch. Und hat dabei etwas über sich gelernt: „Ich habe zu viel auf die Meinung anderer gegeben.“ Denn selbst wenn die Aktion nach hinten losgeht – man lernt in jedem Fall etwas über sich. Über seine Stärken, seine Ängste und wie man mit Rückschlägen umgeht. Dann mal ab aufs Dreimeterbrett mit uns. Oder allein in den Urlaub. Oder mal jemandem die Meinung gurken: Mut tut gut!

Wie das genau war mit dem Mut bei Leonie, Yassin und Kathi, lest ihr hier im ausführlichen Interview!

 
 
Kategorie: Mitreden
 

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