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Die Macht der Worte: Bundesfinale Jugend debattiert 2012

Die Teilnehmer beim Bundesfinale von Jugend debattiert sind nicht auf den Mund gefallen. (Foto: PR)

Rhetorik-Talente lieferten sich beim Bundesfinale von Jugend debattiert hitzige Wortgefechte. Drei Teilnehmerinnen  berichten.

Die Teilnehmer beim Bundesfinale von Jugend debattiert sind nicht auf den Mund gefallen. (Foto: PR)


 

Mehr als sechs Wochen sind seit dem Landessiegerseminar, das man als Preis für den Erfolg beim Landeswettbewerb erhält, vergangen und nun endlich gibt es ein großes Wiedersehen zu den Bundesfinaltagen in Berlin. Die Unterbringung erfolgt komfortabel in einem Hotel, so gibt es erst einmal ein reichliches Abendessen zur Stärkung für den noch langen Abend. Nach der Vollversammlung, als alle Fragen geklärt und die Spannungen über die Debattenbesetzung für den nächsten Tag gelöst sind, beginnen die gemeinsamen Vorbereitungen. Bis tief in die Nacht werden Maßnahmen geklärt, Recherchen ausgetauscht und Eröffnungsreden durchdacht, denn für gute Debatten bedarf es auch harter Arbeit. Aber diese nehmen alle Debattanten von Neugier, Ehrgeiz und Vorfreude angetrieben gerne in Kauf.

Massenstart beim Marathon

Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht ist es endlich soweit: Die Qualifikationsrunden und damit der Wettbewerb auf Bundesebene 2012 beginnen! Fast sieben Stunden lang wird ein „Fest der Debatte“ gefeiert – insgesamt 32 Debatten zu Themen wie „Sollen bundesweit Polizisten im Einsatz Namensschilder tragen?“ oder „Soll in Deutschland der Import von Strom aus Kernenergie verboten werden?“. Jeder Teilnehmer nimmt an zwei Debatten – einer Hinrunde und einer Rückrunde, jeweils einmal Pro und einmal Contra, damit auch ja die „Lieblingsseite“ mal dabei ist – teil, und erhält jeweils ein fachkundiges Feedback mit Tipps zur Verbesserung und einem Lob.

Die Stimmung ist – wie immer bei Jugend debattiert– großartig, denn alle reden gerne und viel, was im Übrigen auch ein Zeichen für die häufige Aufregung ist. Doch mit Debattenbeginn vergisst man, wie aufgeregt man kurz vorher noch war. Nachdem alle Debatten geschafft sind, sollte man meinen, Erleichterung hätte sich eingestellt, aber nein. Schon wird spekuliert, ausgewertet und nervös umher gelaufen. Jetzt heißt es: warten auf die Siegerehrung. Während dieser bekommen alle Debattanten eine Urkunde und werden noch einmal mit kräftigem Applaus geehrt. Am wichtigsten aber: die diesjährigen Bundessieger, die ins Alumniprogramm aufgenommen werden, und auch die Finalisten, werden bekannt gegeben.

Im Anschluss gibt es dann noch einen gemeinsamen Grillabend mit allseits beliebten Schokobrunnen und natürlich dem Public Viewing vom Fußballspiel des Abends: Deutschland gegen Griechenland. Über den Sieg unserer Nationalelf verfliegt dann doch noch so manche Enttäuschung über die Platzierungen. Für alle außer den Finalisten, die nämlich unter „Quarantäne“ zur Vorbereitung auf das Finale standen, klingt der Abend bei interessanten Gesprächen, Nachtspaziergängen durch Berlin oder auch in der Jugend debattiert Disco spät in der Nacht aus.

Die einen entspannen, die anderen bangen

Für die Zuschauer und Landessieger bieten sich zwei sehr spannende Finaldebatten, die die Zuschauer entspannt genießen können. Einer Finalistin ging es da aber schon ganz anders: „Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Aufregung vom Vortag noch steigern könnte. Erst unsere Trainer konnten die Lage mit einigen Tricks beruhigen, aber vor dem vollen Saal und auf der Bühne erreichte meine Aufregung den Höhepunkt. Zum Glück sah ich wegen der Scheinwerfer nur die 1. Reihe...Die Glocke schließlich beendete das Zittern: Beim Anläuten der Debatte ist die Nervosität  wie weggeklingelt. Die Debatte selbst machte mir von diesem Moment an viel Spaß, wie jede bei Jugend debattiert. Schließlich ist Freude an der Sprache ja ein Ziel des Wettbewerbes!  Die Siegerehrung war letzten Endes noch eine gelungene Krönung: der Bundespräsident selbst, dessen Freundlichkeit mich sehr beeindruckt hat, beglückwünschte uns.“

Insgesamt waren diese drei Tage also nicht nur für die neuen Bundessieger, sondern für alle Teilnehmer 2012 ein Gewinn. Deshalb waren alle den Trainern, Organisatoren und Stiftungen, die Jugend debattiert in diesem Maß überhaupt erst möglich machen sehr dankbar.

 
 
Kategorie: Mitreden
 

Zina

17.07.2012, 11:16 Uhr Ganz toll, was diese Jugendliche geleistet haben! Hochachtung!

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