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Zug zum Zungenkuss

Der Bahnhofskuss (Foto: Marie Cevey)

Räumlich fern, im Herzen nah: Was der Vorteil einer Fernbeziehung ist.

Der Bahnhofskuss (Foto: Marie Cevey)


 

Nicht, dass sie ihm nicht fehlen würde. Nachmittags, wenn er an seinen Hausaufgaben sitzt. Oder abends, wenn er mit seinen Kumpels ins Kino geht. Aber dass er zwischen Schule, Fußballtraining und Gitarrenunterricht auch einfach mal allein sein kann – das gefällt Lukas an seiner Beziehung zu Caroline.

Die beiden sind seit zehn Monaten zusammen. Er wohnt in Köln, sie in Bonn. Ziemlich nah beieinander eigentlich – aber für sie fühlt es sich trotzdem an wie eine Fernbeziehung. Lukas findet das gut so. »Sich täglich zu sehen, geht gar nicht!«, sagt der 17-Jährige. »Das wird einfach schnell langweilig, und man wird unzufrieden, weil man nicht einfach machen kann, was man will.« Seine Freunde zu vernachlässigen oder auf Fußball zu verzichten – das kommt für Lukas nicht in Frage.

Das Wochenende hält er sich dafür frei: für Caroline. Wenn sie ihn besucht oder er zu ihr fährt, dann haben die beiden nur Zeit füreinander. Gehen zusammen schwimmen oder Inline skaten, machen einen Ausflug an den Rhein, hören Musik - oder kuscheln einfach nur.

"Manchmal zieh ich lieber mit der Freundin los"

Die beiden haben sich beim Sprachen-Wettbewerb in Düsseldorf kennen gelernt. Da haben sie sich auf Anhieb verstanden – sogar auf Englisch. Caroline kann mit der Fernbeziehung ebenfalls gut leben. In der Woche versucht sie, alles zu erledigen, was sein muss – oder was nur zusammen mit Mädchen geht. »Manche Sachen unternehme ich lieber mit meiner Freundin als mit Lukas. Shoppen zum Beispiel. Da haben Jungs einfach keine Lust zu.«

Obwohl Caroline und Lukas nur das Wochenende zusammen verbringen, wissen sie ziemlich gut, was der andere mag. Oder vielleicht sogar gerade deshalb. Denn wer nur wenig Zeit zusammen verbringt, versucht, es sich besonders schön zu machen. Caroline zum Beispiel liebt Erdnussbutter – klar, dass die bei Lukas auf dem Frühstückstisch steht. Und sie stellt samstags fast schon automatisch seinen Lieblingssender ein. Aber nur dann. Denn sich für den anderen verstellen, das will keiner von beiden.

Das ist auch der Grund, warum sie sich nicht häufiger sehen, obwohl die Fahrt von Bonn nach Köln mit dem Zug gerade mal eine halbe Stunde dauert. Wenn sich Lukas und Caroline nach einem gemeinsamen Wochenende dann wieder für viereinhalb Tage trennen, sei das zwar schon manchmal schwer, sagt Lukas. Aber dafür freut er sich umso mehr aufs nächste Mal.

 
 
Kategorie: Liebe
 

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