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The Dark Knight Rises: „Nur“ sehr gut

Christian Bale ist wieder als Batman auf der Kinoleinwand zu sehen. (Foto: PR)

Christopher Nolan erfüllt mit dem neuen Batman Film die Erwartungen des Publikums, setzt aber keinen Genre-Meilenstein.

Christian Bale ist wieder als Batman auf der Kinoleinwand zu sehen. (Foto: PR)


 

Nach „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ schließt „Inception“-Regisseur Christopher Nolan seine Batman-Trilogie ab. Nach dem großen Erfolg des ersten und insbesondere des zweiten Teils waren die Erwartungen naturgemäß groß. Die Erzählung von „The Dark Knight Rises“ beginnt acht Jahre nach den Ereignissen von „The Dark Knight“ und der Gefangennahme des Jokers: Batman, in den Augen der Öffentlichkeit ein gefährlicher Verbrecher, ist von der Bildfläche Gothams verschwunden. Die Kriminalitätsrate ist niedrig wie nie und Bruce Wayne (Christian Bale) führt ein Einsiedlerleben auf seinem Luxus-Anwesen. Doch mit der Ankunft des Terroristen Bane in Gotham tritt ein Gegner auf den Plan, der nur mit Batmans Hilfe zu schlagen ist. Bruce Wayne muss seinen Ruhestand beenden...

Joker lässt uns nicht los

Zunächst die positiven Dinge: „The Dark Knight Rises“ ist spannend – vielleicht etwas lang, aber wirklich spannend – und visuell höchst beeindruckend. Die Action-Sequenzen fesseln und das Star-Ensemble um Christian Bale, Michael Caine, Morgan Freeman, Anne Hathaway und Gary Oldman spielt seine Rollen hervorragend. Das größte Problem an „The Dark Knight Rises“ ist wohl, dass der Film sich immer an seinem Vorgänger messen muss. Und „The Dark Knight“ spielt einfach eine Liga höher. Woran liegt das? Erinnern wir uns kurz zurück: „The Dark Knight“ hatte zwei große Stärken: seinen Realismus – und den Joker. Die düstere Zeichnung der Stadt am Abgrund, die Ernsthaftigkeit der behandelten Themen, die Intelligenz der Dialoge – das alles fügte sich 2008 zu einem Gefühl von Realität wie in keiner Comicverfilmung und Nolan distanzierte seine Neuinterpretation damit auch bewusst von Tim Burtons fantastisch-grotesker Variante aus den Neunzigern. Sein Geniestreich aber war die Rolle des wahnsinnigen Jokers: Der war als Antagonist einfach völlig unberechenbar, undurchschaubar und unpsycholgisch. Ein Garant für Spannung über den gesamten Film. Heath Ledgers legendäre Performance tat ihr Übriges.

Wo bleibt der Ernst?

„The Dark Knight Rises“ dagegen hat mit Tom Hardy als Bane einen Oberschurken zweiter Klasse. Der berühmte Batman-Bezwinger aus den Comics verblasst hinter seiner Maske und der lächerlich verzerrten Stimme zu einem mittelgroßen, ausdruckslosen Muskelpaket, mit lange rätselhaften, aber schließlich recht unspektakulären Plänen. Der finale Aha-Effekt verpufft in seiner eigenen Belanglosigkeit. Auch der Realismus von „The Dark Knight“ will sich nicht einstellen. Zu viele Comic-Elemente wie die Figur von Catwoman oder die wirklich lustigen One-Liner stehen zu wenigen Szenen aus dem „echten“ Leben von Gotham City gegenüber. Dadurch wirken die Ernsthaftigkeit, mit der alles vorgetragen wird, und die Andeutungen von Systemkritik (eine Szene an der Börse) recht gewollt. Insgesamt hätte „The Dark Knight Rises“ kürzer sein dürfen und es ist schade, dass die Trilogie nicht mit ihrem besten Film endet. Wenn man den Film jedoch für sich betrachtet, bekommt man großes Popcorn-Kino mit exzellenten Darstellern geliefert.

 
 
Kategorie: Kino
 

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