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007 Legends: James Bond stürzt ab

Activision schickt James Bond auf einen pixeligen Höllentrip. (Foto: PR)

Zum 50. Jubiläum muss James Bond in „007 Legends“ all seine Kinoabenteuer erneut durchleben. Was für ein Höllentrip.

Activision schickt James Bond auf einen pixeligen Höllentrip. (Foto: PR)


 

Die Abläufe in der Unterhaltungsindustrie sorgen kaum noch für Überraschungen. So war es vorhersehbar, dass das 50. Jubiläum der Filmabenteuer von James Bond mit großem Tamtam verbunden sein würde. Oder hat jemand die überlebensgroßen Werbeplakate für den 24. Bond-Film „Skyfall“ übersehen und noch nicht aus Cola-Flaschen im Agentenlook getrunken? Ebenso absehbar war die Veröffentlichung eines weiteren Agentenvideospiels. Doch wie schlecht Activisions „007 Legends“ ausgefallen ist, das überrascht dann doch.

Der Konsolenshooter beginnt noch rasant und spannend, indem er das „Skyfall“-Setting aufgreift: James Bond ringt mit einem Feind auf dem Dach eines fahrenden Zuges. Auf einem Felsen schultert derweil eine MI6-Agentin ihr Scharfschützengewehr, bereit, Bond zu unterstützen. Routine im Agentenalltag. Doch dann eskaliert die Situation: Anstatt den Widersacher zu beseitigen, jagt die Kollegin Bond eine Kugel in die Brust. Der Held stürzt - tief, tiefer, ohnmächtig in einen Fluss.

Frust statt Nostalgie

An dieser Stelle klinkt sich das Spiel vorerst aus der Handlung des Films aus und der Höllentrip beginnt. Denn nun muss der britische Agent dem Tode nah die großen Momente aus 50 Jahre James-Bond-Filmgeschichte in Trance erneut durchleben. Darunter: der Kampf um die Raumstation aus „Moonraker“, die Prügeleien mit dem Beißer aus „Goldfinger“ und das Feuergefecht im Eispalast aus „Stirb an einem anderen Tag“.
All diese Episoden sollen nostalgische Gefühle beim Bond-Fan wecken. Stattdessen sorgen sie für reichlich Spielerfrust. Schuld daran ist vor allem die antiquierte Grafik des Shooters. Die Texturen sind verwaschen, die Figuren bewegen sich ruppig durch die pixelige Welt. Noch dazu sind die Bösewichte unglaublich doof: Wie Moorhühner tauchen sie urplötzlich hinter Wänden oder Kisten auf, um sich bereitwillig niederstrecken zu lassen. Unabsichtlich wird der Schwierigkeitsgrad durch die schlecht justierte Steuerung angehoben. Ständig hakt sie, ständig stört sie den Spielfluss.

Activision hat mit „Men in Black: Alien Crisis“ oder „Battleship: The Videogame“ bereits ein paar dürftige Spiele zu Kinoblockbustern abgeliefert. „007 Legends“ ist den Erwartungen am wenigsten gerecht geworden. Eine so lieblose Hommage an 50 Jahre Bond-Filme hat der Geheimagent nun wirklich nicht verdient.

„007 Legends“ ist für Playstation 3, Xbox 360, Wii und Wii U erhältlich. Mehr Informationen gibt es hier.

 
 
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