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Sommerferien: Welcher Urlaub darf's denn sein?

Mit der besten Freundin in den Urlaub fahren? Das läuft leider nicht immer konfliktfrei ab. (Illustration: Julia Humpfer)

In den Urlaub fahren wollen wir alle, die Frage ist nur: mit wem? Unser Ferien-Check verrät, welche Variante zu dir passt.

Mit der besten Freundin in den Urlaub fahren? Das läuft leider nicht immer konfliktfrei ab. (Illustration: Julia Humpfer)


 

Mit den Eltern
Vorteil: Papa zahlt, Mama plant.
Nachteil: Papas Wecker, Mama plant.
Irgendwie hat es ja in den ersten paar Lebensjahren auch gut funktioniert, oder? Und es war so einfach: Papa hat gebucht (und bezahlt), Mama hat den Koffer gepackt, und du wurdest morgens einfach ins Auto gesetzt. Gut, das mit dem Koffer übernimmt man jetzt vielleicht lieber selbst, aber der Rest könnte doch immer noch ganz entspannt sein. Ja, er könnte. Leider ist die Vorstellung vom Traumurlaub sehr variabel – und so findet man schnell heraus: Die Eltern finden genau das Gleiche super, was sie schon vor zehn Jahren super fanden, mit 16 denkt man über Wattwanderungen bei Sonnenaufgang vielleicht doch etwas anders als damals in der dritten Klasse.

Stressminimierungs-Tipp: Informier dich selbst über den Reiseort, sodass du auch mal einen Tag auf eigene Faust die Gegend erkunden kannst.

Mit der BFF
Vorteil: Die coolen Sachen kann man zusammen machen, die nervigen Sachen auch.
Nachteil: Tag und Nacht zusammen zu sein kann eine dieser nervigen Sachen werden.
Eigentlich klingt es ja total logisch: Wenn man sich im stressigen Alltag super versteht, warum sollte es dann im entspannten Urlaub anders sein? Urlaub mit der besten Freundin kann toll funktionieren – muss aber nicht. Auch wenn man glaubt, jemanden gut zu kennen, zeigen sich nervige Marotten und Unstimmigkeiten manchmal erst dann, wenn man Tag und Nacht zusammen verbringt. Die eine schnarcht, die andere ist der schlimmste Morgenmuffel, die eine friert, die andere dreht die Klimaanlage auch nachts auf – ja, im Urlaub kann man sich auch ganz schön in die Haare kriegen. Ganz zu schweigen von diesem Urlaubsflirt, der irgendwie beiden Reisenden ganz gut gefällt …

Freundschaftserhaltungs-Tipp: Sprecht bei der Planung auch darüber, dass man sich eventuell mal auf die Nerven fallen könnte. Ist es dann einmal so weit, ist es viel einfacher darüber zu reden.

Mit der Clique

Vorteil: Langeweile? Niemals!
Nachteil: Lagerkoller? Vorprogrammiert!
Sommer, Sonne, Party – und Letzteres bereits bei der Abreise. Man kennt sich, weiß, wie man wen zu nehmen hat, und günstig ist es obendrein. Ja, den Freundeskreis einfach in den Urlaub mitzunehmen ist ein Garantieschein für gute Laune. Das Blöde an guter Laune ist leider, dass sie auch ganz schnell nerven kann. Sobald der Tagesrhythmus der Mitreisenden vom eigenen abweicht und du feststellst, dass du einige Gruppenmitglieder doch nicht so gut kennst, wie du dachtest, kann die ausgelassene Ferienstimmung sehr schnell verfliegen. So passiert es häufig, dass der Urlaub mit der Clique gegen Ende eher einem Urlaub von vielen Alleinreisenden gleicht.
Lagerkollervermeidungs-Tipp: Stellt Regeln auf: Abwaschpläne, Kochdienst, Ruhezonen. Das ist spießig, kann euch aber sehr viel Ärger ersparen!

Mit einer Organisation
Vorteil: Füße hochlegen und an nichts denken müssen.
Nachteil: Mitgehangen, mitgefangen. Nicht jeder Programmpunkt stößt auf Gegenliebe.
Organisationen, die einem nicht nur einen netten Urlaub garantieren, sondern auch jede Menge Spaß, gibt es – im wahrsten Wortsinn – wie Sand am Meer. Es klingt dazu auch noch so einfach: Geld überweisen, zum Abfahrtsort fahren, einsteigen, und fertig. Selbst dann, wenn keiner aus dem Freundeskreis das Geld hat mitzukommen, wird es kaum länger als eine Busfahrt dauern, bis man erste Bekanntschaften geschlossen hat. Wer’s bequem mag, der macht mit einer organisierten Reise sicher keinen Fehler. Aber Vorsicht: Dauerbespaßung à la Wasserbombenwerfen und Karaoke kann nach ein paar Tagen ganz schön anstrengend werden.

Animationsumgehungs-Tipp: Informier dich schon bei der Buchung darüber, ob freie Tage im Programm geplant sind. Ob du diese dann wirklich allein verbringen möchtest, kannst du dann immer noch vor Ort entscheiden.

Me, myself and I
Vorteil: Bis zum Mittagessen schlafen, mal einen Tag nichts tun, die Reiseroute ändern? Du bist dein eigener Tourguide.
Nachteil: Manchmal kann sich Freiheit auch ganz schön einsam anfühlen.
Für die einen eine Horrorvorstellung, für andere ein absoluter Traum: allein reisen. Ja, der Gedanke daran, einsam in die Fremde zu ziehen, kann völlig gegensätzliche Reaktionen hervorrufen. Der eine kann sich nichts Schöneres vorstellen, als völlig kompromisslos genau das zu tun, was er schon immer mal machen wollte, der andere denkt an komplette Vereinsamung und gruselige Situationen. Deshalb gilt hier, genau wie bei jeder anderen Art von Urlaub, dass man sich vorher ganz genau überlegen sollte, ob diese Ferienvariante zu einem passt.
Antivereinsamungs-Tipp: Wenn es doch mal langweilig wird, sind von Hostels organisierte Ausflugstouren die einfachste Möglichkeit, nette Leute kennenzulernen. Und das Gute daran: Falls die dann doch nerven, kann man am nächsten Tag wieder allein losziehen.

Pärchenurlaub
Vorteil: Ist man raus aus dem Alltag, hat man viel Zeit, den anderen noch besser kennenzulernen.
Nachteil: Ist man raus aus dem Alltag, hat man viel Zeit, den anderen noch besser kennenzulernen.
Warum die Person, die man im Urlaub am meisten vermissen würde, nicht einfach mitnehmen? Keine traurigen SMS, kein Herzschmerz am Flughafen. Eigentlich kann es doch nichts Schöneres geben, als einen Urlaub mit dem oder der Liebsten zu verbringen. Leider birgt diese Variante aber auch Gefahren: Je mehr Zeit man miteinander verbringt, desto mehr Zeit hat man auch, sich in die Haare zu kriegen. Plötzlich findet man die kleinen Dinge, die immer so niedlich waren, irgendwie nervig. Deshalb wundert es auch nicht, dass bei einer Online-Umfrage eines Flirtportals jeder Vierte angegeben hat, sich schon einmal nach einem Urlaub getrennt zu haben.
Beziehungserhaltungs-Tipp: Du möchtest ins Museum, deine bessere Hälfte lieber faul am Strand liegen? Überreden bringt nur schlechte Laune – einen Tag getrennt zu sein dagegen viel neuen Gesprächsstoff.

 
 
Kategorie: Erwachsenwerden
 

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