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Gute Jobchancen: Ingenieure gesucht

Der Ingenieursberuf gilt als krisensicher, die Jobchancen stehen gut. (Illustration: Jakob Hinrichs)

Wo Ingenieure früher viel Rauch fabriziert haben, werkeln sie heute unter anderem daran, umweltfreundlichen Strom zu produzieren.

Der Ingenieursberuf gilt als krisensicher, die Jobchancen stehen gut. (Illustration: Jakob Hinrichs)


 

„Was heut sich regt mit hunderttausend Rädern / In Lüften schwebt, in Grüften gräbt und stampft und dampft und glüht / Was durch die Länder donnernd saust / Und durch die fernen Meere braust / Das Alles schafft und noch viel mehr / Der Ingenieur!“ Was der Tüftler und Schriftsteller Heinrich Seidel da vor über 100 Jahren dichtete, zeigt, wie es Ingenieuren schon immer gelang, die Umwelt, die Elemente und gar das Wetter zu in den Griff zu kriegen. Das ist heute nicht anders. Nur stampfen und dampfen tun Ingenieure immer seltener. Stattdessen entstehen mehr und mehr Berufe in „sauberen“ Branchen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zählt die Herausforderungen der kommenden Jahre auf: „Tausende Windräder an Land müssen ans Netz angeschlossen werden – genauso wie Tausende von Solardächern und Hunderte neuer Bioenergie-Anlagen.“ Eine besondere Herausforderung für die Stromnetze seien die über das ganze Land verstreuten kleinen Kraftwerke: „Bei Windstille oder Dunkelheit fließt kein Strom. Wenn es dann wieder windet oder die Sonne scheint, wird auf einmal viel Strom dezentral ins Netz eingespeist.“

Viele Arbeitsplätze im Bereich Umwelt

Solche neuen Stromnetze und Verteilerkonzepte werden von Ingenieuren geplant, getestet und konstruiert. Dementsprechend groß sind die Jobchancen im Bereich Umwelt: Mehr als 130.000 Arbeitsplätze sind bis heute im Bereich der Photovoltaik-Technologie geschaffen worden, weitere 20.000 in der Solarthermie. 100.000 Beschäftigte arbeiten derzeit im Bereich der Windenergie, die laut Bundesumweltministerium neben der Solarenergie einen weiteren Großteil des Energie-Mixes ausmachen soll. Wer als Ingenieur in den Umwelttechnologien arbeiten will, der braucht sich aber nicht auf das Umsetzen bestehender Technologien zu beschränken. Gerade das abrupte Abschalten der Atomkraftwerke in Deutschland hat die Energiebranche vor große Herausforderungen gestellt, für die es noch keine maßgeschneiderten Lösungen gibt. Bedarf an jungen qualifizierten Mitarbeitern existiert daher auch in der Grundlagenforschung.

Mehr erneuerbare Energie

„Die Vorgabe aus der Politik ist ja: Wir wollen bis 2050 immerhin 80 Prozent unserer Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Nur ist das technisch nicht wirklich fundiert“, kritisiert Reiner Speh, Ingenieur bei Siemens und Vorstandsmitglied der Energietechnischen Gesellschaft im VDE, dem Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. „Jetzt ist es an uns, Rahmenbedingungen zu finden, die das ermöglichen.“  Die Erzeugungsstruktur werde dezentraler ausfallen, und Ingenieure der Energietechnik müssten künftig noch besser verstehen, wie sie Datenmengen bewältigen können um die Versorgung zu gewährleisten.

Weitere Infos gibt es hier.

 
 
Kategorie: Berufswelt
 

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