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Los Angeles: Die Stadt der Stars und Sternchen

Selten ist der Strand von Venice Beach so menschenleer. (Foto:PR)

Keine Stadt verkörpert den amerikanischen Traum besser als Los Angeles. Hier treffen die verschiedensten Menschen aufeinander.

Selten ist der Strand von Venice Beach so menschenleer. (Foto:PR)


 

Hollywood ist eine Enttäuschung. Die weltberühmte Filmstadt im Herzen von Los Angeles bietet zwar den bekannten Bürgersteig mit den Sternen der Stars – doch links und rechts davon regieren billige Klamottenläden, Import-Export-Geschäfte und etwas heruntergekommene Einkaufszentren. Trotzdem ist Los Angeles auf jeden Fall eine Reise wert: Wer die Augen offen hält, spürt schnell, dass L.A. in den Erzählungen vieler US-Urlauber zu schlecht weg kommt.

Wer doch ausgiebiger auf den Spuren der Stars wandeln möchte, für den gibt es die üblichen Bustouren (z. B. Los Angeles City Tours oder Starline Tours – doch Vorsicht: Diese Touren sind meist recht teuer und wirklich nahe kommt man den oft hinter hohen Zäunen auf riesigen Grundstücken lebenden Stars kaum.

Es gibt eine andere Möglichkeit vollkommen kostenlos zu einer Prise Star-Ruhm zu kommen. Viele große TV-Shows werden in Los Angeles aufgezeichnet. Empfehlenswert, und mit viel bösem Humor ausgestattet, ist zum Beispiel die „Late Late Show with Craig Ferguson“. Tickets dafür sind gratis im Web vorbestellbar – und wer Glück hat, erwischt eine Aufzeichnung mit einem wirklich großen Star wie Edward Norton oder Benicio del Toro.

Der Strand als Zirkuszelt

Ohnehin sorgt die Anziehungskraft des weißen Hollywood-Schriftzugs dafür, dass unzählige kreative Talente in der Vier-Millionen-Einwohner-Stadt ihr Glück versuchen. Als besonderer Tipp für Musikfreunde lohnt sich das „Hotel Café“. Hier startete unter anderem die Karriere von Gary Jules („Mad World“) und bei Open-Mike-Nächten sieht man jede Menge Singer-Songwriter, die andernorts längst Superstars wären.

Und was wäre Los Angeles ohne seinen Strand? Die Promenade von Venice Beach entlangzulaufen gleicht einem Besuch im Zirkus. Bodybuilder, Artisten, Straßenhändler, Hippie-Aussteiger – bunter sind die USA wahrscheinlich nirgendwo. Sogar ein Open-Air-Fitnessstudio gibt es hier. In der nahegelegenen 3rd Street finden sich in einer beinahe europäisch aussehenden Fußgängerzone jede Menge Einkaufsmöglichkeiten. Ganz in der Nähe liegt Santa Monica Beach, dort gibt es auch direkt eine Jugendherberge.

Ein Rat zum Schluss: Wie in vielen anderen amerikanischen Großstädten gibt’s auch in Los Angeles kaum einen sinnvollen Bus-Verkehr, eine U-Bahn fehlt ganz. Die Stadt ist also nur vernünftig mit dem Auto erlebbar – und dafür braucht es angesichts achtspuriger Straßen auf den ersten Blick etwas Mut. Ein besonders großes Problem stellt aber auch das nicht dar – und wer den Verkehr einmal gemeistert hat, wird auch in diesem Punkt feststellen, dass die Stadt in Wirklichkeit viel besser ist als ihr Ruf.

 
 
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