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Vancouver: Die Stadt der Totempfähle

Vom Sea Bus, einer kleinen Fähre, kann man die Häfen und Anlegestellen der beiden Stadtteile und sogar die berühmte Lions Gate Bridge sehen. (Foto:PR)

Die größte Stadt Westkanadas ist nach dem britischen Kapitän George Vancouver benannt, zur Metropole wurde sie  während des Goldrausches. Noch heute leben hier so viele Kulturen auf einem Fleck, wie in kaum einer anderen Stadt.

Vom Sea Bus, einer kleinen Fähre, kann man die Häfen und Anlegestellen der beiden Stadtteile und sogar die berühmte Lions Gate Bridge sehen. (Foto:PR)


 

Unser Tag in Vancouver beginnt bei herrlichem Sonnenschein mit dem Frühstück in unserer Jugendherberge. Weil wir heute viel vorhaben, machen wir uns früh auf den Weg zum Lonsdale Quay Market. Eine große, berühmte Markthalle im Norden der Stadt. Die Läden und Stände locken mit frischen Lebensmitteln, die vor allem für‘s Auge toll hergerichtet sind. Es riecht nach Gebäck, Käse und frischem Fisch. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll, bei so vielen appetitlich aussehenden Herrlichkeiten.

Danach geht’s zum Burrard Inlet Fjord, der die Stadtteile North Vancouver und Vancouver Downtown, also das Herz der Stadt, voneinander trennt. Um vom Lonsdale Quay Market nach Downtown zu kommen, ist es sehr praktisch, den Sea Bus zu nehmen. Eine kleine Fähre, die alle 15 Minuten ca. 400 Passagiere über den Fjord bringt. Auf der nur zwölfminütigen Fahrt kann man die Häfen und Anlegestellen der beiden Stadtteile und sogar die berühmte Lions Gate Bridge sehen.

Der beste Fish & Chips Laden in Vancouver

Von der Anlegestelle des Sea Bus sind es nur wenige Gehminuten zum Harbour Center Tower. Mit 177 Metern ist es das höchste Gebäude in British Columbia. Ein gläserner Aufzug bringt uns mit rasender Geschwindigkeit auf die Aussichtsplattform „The Lookout“. Ein absolutes Highlight auf unserer Reise: Man hat eine gigantische 360 Grad Aussicht über Vancouver. Man sieht das Meer, die Berge, die Skyline der Stadt, die vielen Parks und noch einmal die tolle Lions Gate Bridge.

Langsam knurrt uns der Magen. In der West Hasting Street finden wir Charlie´s Fish & Chips und genießen einen fettigen, aber fast schon traditionellen Imbiss. Unser nächstes Ziel ist der berühmte Stanley Park. Er ist der größte Stadtpark Kanadas und ragt wie eine Landzunge in den Burrard Inlet Fjord. Zu Fuß von Downtown zum Stanley Park braucht man etwa eine halbe Stunde. Unterwegs kommt man aber an zahlreichen Geschäften vorbei, bei denen man sich stundenweise Fahrräder ausleihen kann. Den Stanley Park mit dem Fahrrad zu erkunden, ist wirklich empfehlenswert. Er ist sehr weitläufig und zwischen den einzelnen Attraktionen, liegen meist mehrere Kilometer. Nach einer kurzen Strecke finden wir eines der Wahrzeichen von Vancouver: Die acht Totempfähle. Totempfähle sind so etwas wie die Wappen der Indianerstämme von British Columbia. Sie werden aus dem Holz geschnitzt und jeder Totempfahl erzählt von einem wahren oder mythischen Ereignis aus dem Leben der Indianer. Es gibt sie nur an der Nordwestküste der westkanadischen Provinz und in Alaska. Viele Touristen glauben, die Totems seien Götzenbilder, die von den Indianern angebetet wurden. Man wird vor Ort aber eines besseren belehrt: Jedes Wesen, das auf einem Totempfahl dargestellt ist, hat eine besondere Bedeutung. Der Adler zum Beispiel steht für das Reich der Lüfte, der Wal ist ein Symbol des Meeres.

Im Stanley Park befindet sich auch das Vancouver Aquarium. Hier kann man Haie, Weißwale, Delphine, Seelöwen und 300 Fischarten bewundern. Bei gutem Wetter ist es ein absoluter Touristen-Magnet. Der Third Beach auf der Westseite des Parks bietet Gelegenheit eine Weile zu entspannen.

Chinatown und Granville Island - muss man gesehen haben

Zurück in Downtown geben wir unsere Fahrräder wieder ab und machen uns auf den Weg nach Chinatown: Häuser, Straßenschilder, Laternen – nichts erinnert mehr daran, dass man sich eigentlich in Kanada befindet. Aus den Restaurants tönt chinesische Musik, es wird auf offener Straße gekocht, zahlreiche Märkte und einzelne Händler haben jede Menge chinesische Souvenirs anzubieten. An der Ecke Keefer-/Abbott Street, befindet sich der sehenswerte Supermarkt „T&T“. Hier bekommt man alle nur erdenklichen Gewürze und Waren Asiens. Nicht verpassen darf man in Chinatown den Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden, eine traditionelle, chinesische Gartenanlage, mit akkurater Architektur und "exotischen" Pflanzen.

Am Abend ist unser Ziel Granville Island, mit dem Bus aus Downtown gut zu erreichen. Granville Island ist eine künstlich aufgeschüttete Halbinsel, die in den fünfziger Jahren von einem Industriegebiet zu einem Künstlerviertel wurde. Wer kulturell und kulinarisch interessiert ist, ist hier genau richtig. Auf dem „Public Market“ ist deutlich zu sehen, wie viele verschiedene Nationalitäten in dieser Stadt versammelt sind. Händler aus aller Welt verkaufen dort ihre Kunstwerke und Köstlichkeiten. Bei Dunkelheit ist es herrlich auf Granville Island zu sein. Die Häfen sind beleuchtet und viele Straßenmusiker schaffen eine tolle Atmosphäre. An den Promenaden befinden sich viele kleine Bars und Cafés, die dazu einladen, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Empfehlenswert ist auch die Backstage Lounge in der Johnston Street. Nach einem amerikanischen Abendessen mit Burgern, Sandwiches oder Pasta, kann dort zu Livemusik bis in die Morgenstunden gefeiert werden.

Übernachten in Vancouver

Übernachten kann man in Vancouver in einem der drei HI Hostels. Hier könnt ihr die Jugendherbergen in Vancouver auch gleich online buchen.

 
 
 

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