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Mein Auslandsjahr: 6. Stunde Schießübungen

Schülerin Bianca (links) zusammen mit einer ihrer beiden Gastschwestern (Foto: Bianca Rau)

Die 16-jährige Bianca geht seit letztem Sommer im polnischen Beldno zur Schule. Sie hat uns erzählt, wie der Alltag dort aussieht.

Schülerin Bianca (links) zusammen mit einer ihrer beiden Gastschwestern (Foto: Bianca Rau)


 

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„Der Schultag beginnt am Liceum Ogólnokształcące mit Anstehen im Gedränge vor der Garderobe, wo wir Schüler im Winter unsere Schuhe und Jacken abgeben. Der Unterricht selbst geht um halb acht los. Neben Mathe, Polnisch oder Englisch wird hier auch PO unterrichtet, ein Fach, das sich sowohl mit Erster Hilfe als auch mit Selbstverteidigung beschäftigt. So kann es durchaus mal passieren, dass Schießübungen auf dem Stundenplan stehen.
In den Pausen herrscht ein reges Gewusel auf allen Gängen, da man nicht in den Klassenräumen bleiben darf. Man isst dann sein Pausenbrot, redet mit Freunden oder lernt, ganz wie in Deutschland. Sobald der Lehrer die Tür aufgeschlossen hat, postieren sich die Jungs daneben, um die Mädels zuerst in die Räume gehen zu lassen. Nach der obligatorischen Anwesenheitsabfrage, pickt sich der Lehrer zwei oder drei Schüler aus der Klasse, die über die letzten Stunden abgefragt werden. Und wehe dem, der nicht aufgepasst und gelernt hat. Der bekommt nämlich schnell mal eine Eins oder Zwei, worüber er aber gar nicht glücklich sein wird, da hier die Eins die schlechteste und die Sechs die beste Note ist.

Höhepunkte der Schulzeit sind die Bälle

Anschließend geht es mit dem Unterricht weiter. Ich finde, dass er theoretischer ist als in Deutschland, weil der Lehrer sehr viel ins Heft diktiert, was man dann einfach lernen muss. Am Anfang fand ich es ziemlich schräg, dass man sich im Liceum nur selten meldet. Die Schüler sagen einfach die Antwort, wenn der Lehrer seine ,Lieben‘ oder ,Teuren‘ fragt, so wird die Klasse nämlich hier angesprochen.
Um zwei oder drei Uhr endet dann der Unterricht für mich, und ich fahre nach Hause. Eine Mittagspause gibt es nicht, die Schüler essen dann, wenn sie zu Hause ankommen. Viele meiner Mitschüler nehmen nach dem Unterricht noch Extrastunden, meist in einem Fach, in dem sie gut sein wollen und das sie in der ersten Klasse des Liceums (10. Klasse) wählen. Dadurch legen die Schüler hier schon grob das Berufsfeld fest, das sie später einschlagen möchten.
Der Półmetek (der Ball zur Halbzeit des Liceums) oder der Studniówka (der Ball hundert Tage vor dem Abitur) gehören zu den Höhepunkten der Schulzeit. Sie sind oft relativ kostspielig und werden schon lange im Voraus von der ganzen Familie geplant.“
Hier gibt es Infos zum Schüleraustausch: www.afs.de. Du möchtest auch von deinem Auslandsjahr erzählen? Schreib uns eine E-Mail an: redaktion@yaez.de.

@Auslandsjahr

 
 
Kategorie: Ausland
 

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