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Städtetrip: Nürnberg „basst scho"

Nürnbergs Innenstadt: Die Fleischbrücke verbindet die Bezirke St. Sebald und St. Lorenz. (Foto: André Lindert)

Nürnberg – eines wird es in der Stadt nicht, nämlich langweilig. Der Youpodia-Traveltipp verrät, was ihr in der Bratwurst-Hochburg erleben könnt.

Nürnbergs Innenstadt: Die Fleischbrücke verbindet die Bezirke St. Sebald und St. Lorenz. (Foto: André Lindert)


 

Nürnberg basst scho

Zugegeben: Man muss lernen, den fränkischen Charme zu interpretieren.  Schließlich kann das höchste Lob des Franken „Basst scho" sowie die Kassiererin, die einen mit „Häddn Sie´s nedd aweng glenner?" anraunzt auf Nicht-Nürnberger befremdlich wirken. Wer sich jedoch darauf einlässt und unvoreingenommen an den Städtetrip herangeht, wird erkennen, dass Nürnberg mehr zu bieten hat, als den Nürnberger Christkindlmarkt, den „Glubb" und die erste fahrerlose U-Bahn in Deutschland.

Relaxt in den Tag starten

Einen Tag in Nürnberg beginnt ihr am besten bei einem Frühstück im Cafe Dampfnudelbäck im Stadtteil St. Johannis. Jeder wird hier fündig – garantiert. Nach einer durchtanzten Nacht gibt es zum Beispiel „Tobi's Toast nach langer Nacht" mit Eiern, Speck und einer Dose Red Bull. Zu welcher Uhrzeit Hungrige zum Frühstücken vorbeikommen, ist eigentlich auch egal: Frühstück gibt es bis 23 Uhr. Bei schönem Wetter geht's direkt weiter zur Wöhrder Wiese. Nahe der Pegnitz könnt ihr dort eure Decke ausbreiten und euch die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder mit Studenten der Georg-Simon-Ohm-Hochschule, die ihre Mittagspause gerne an der Wöhrder Wiese verbringen, Slacklinen oder kicken. Wer im Sommer Lust hat, Shisha zu rauchen, kann das an der Strandbar am angrenzenden Wöhrder See tun. Sollte das Wetter nicht so prickelnd sein, lohnt sich ein Abstecher ins Germanische Nationalmuseum oder ins Neue Museum, welches regelmäßig Themenausstellungen bietet und in einem Gebäude Kunst und Design gleichgewichtig präsentiert.

Wenn der kleine Hunger kommt: „Drei im Weggla"

Wenn sich langsam der Magen mit einem ungeduldigen Grummeln bemerkbar macht, kommt ihr um eines nicht herum: „Drei im Weggla", drei Nürnberger Bratwürste im Brötchen. Schließlich ist Franken nicht nur das Mekka für Biergartenliebhaber, sondern auch DAS Wurstland schlechthin. Die besten „Drei im Weggla" gibt es beim Bratwurststand Altschmied (Ecke Brunnengasse – Krebsgasse, Innenstadt), welcher der Form einer roten Cola-Dose recht nahe kommt. Auch wenn der Bratwurststand Altschmied mit seinen Dumping-Preisen den Unmut der anderen Würstl- und Dönerbuden-Besitzer auf sich gezogen hat und auch die Stadt Nürnberg argwöhnisch vom Rathaus zu ihm rüber blickt – beim Altschmied schmeckt es halt auch einfach am besten.

Nürnbergs Vergangenheit

Doch nicht immer war in Nürnberg alles „Friede, Freude, Bratwurst". Beim Porträtieren der Stadt kommt man nicht herum, den sich aus verronnener Zeit und schmerzhaften Erinnerungen gewebten Vorhang zu lüften, der die Jahre 1939 bis 1945 verhüllt. Nürnberg war unter Hitler die „Stadt der Reichsparteitage". Heute stellt sich Nürnberg seiner Geschichte und geht offen damit um. Sichtbar wird das am Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Besucher können sich in der Dauerausstellung „Faszination und Gewalt" informieren, wie es zur Machtausübung des NS-Regimes kam und welche schrecklichen Folgen das für die Menschen hatte. Der Streifzug durch Nürnbergs Geschichte geht in der Innenstadt weiter. In der Kartäusergasse könnt ihr die „Straße der Menschenrechte" entlanglaufen. Diese Straße ist mit 27 Betonsäulen gesäumt, auf denen die Artikel der Menschenrechtserklärung von 1948 stehen.

Vorabendprogramm: Klimmbimm, Kino- und Esskultur

Weiter geht es in den Stadtteil Gostenhof, um euch fernab von Nürnbergs  Copy-and-Paste-Shoppingmeile, der Breiten Gasse, ein hübsches Andenken zu kaufen. In der Boutique „Fachmarie" mieten Jungdesigner und Labelneustarter Fächer, in denen sie ihre textilen, selbstgebastelten oder wand- und wohnzimmerschmückenden Produkte verkaufen. Bevor ihr euch ins Nürnberger Nachleben stürzt, lohnt sich ein Kinobesuch in der „Meisengeige". In diesem Retro-Kino scheint die Zeit seit den 70ern still zu stehen. Hier frönt man noch der Filmkunst, während man sein Getränk aus anständigen Gläsern und nicht aus Pappbechern trinkt. Um euch für die bevorstehenden Stunden zu stärken, empfiehlt sich ein Abstecher ins „Wurstdurst". Kultstatus erreichte der Laden durch die selbstgemachten Currywürste und Belgischen Pommes mit Dipkreationen wie Pflaumen-Ketchup oder Guacamole-Mayonnaise. Außerdem nicht zu verachten: Während die Würstl auf dem Grill brutzeln, schallt aus den Boxen feine Elektromusik.

Kneipentour: Ab ins Getümmel

Nürnberg ist mit seiner Fülle an Kneipen geradezu prädestiniert für eine Kneipentour. Unbedingt vorbeischauen solltet ihr in der Mata Hari Bar, der kleinsten Bar Nürnbergs. Dort sind die Leute genauso entspannt wie die Bedienungen und der Hausschnaps ist legendär. „Caretta" heißt das Gesöff, wird aus einer PET-Flasche in ein Schnapsglas gefüllt, und schmeckt nach der Ü18-Version von Orangen-Slushed Ice. Weiter geht es zur Bar 42 am Josephsplatz. Auch wenn die DJs mit unseriösen Namen wie „Daniela Bratzenberger" für sich werben – Musik und Stimmung sind immer gut. Wen es nach einem Cola-Weizen gelüstet, wird enttäuscht werden: Laut der Getränkekarte ist Cola-Weizen „leider aus", denn hier wird nicht gepantscht. Entweder Cola, oder Bier. Relativ neu in Nürnberg ist das BLOK. Hier wiederum sucht man Tische und Stühle vergeblich. Gestanden wird auf stufenförmig angeordneten Blöcken aus Holz. Das Blok erinnert an Baumarktflair und Berlin und ist der neue In-Treffpunkt für Künstler, Hipster, Studenten und Leuten, die gerne noch einmal Student wären.

Übernachten

Wenn ihr genug habt von Nürnbergs Kneipenszene, könnt ihr ab Frühjahr 2013 in der komplett modernisierten Jugendherberge übernachten, die sich in der 500 Jahre alten Kaiserstallung der Nürnberger Burg befindet. Doch bevor ihr euer müdes Haupt auf ein Kissen bettet, heißt es noch einmal rauf zur Aussichtsplattform der Burg. Nürnberg bei Nacht. Auch für Nicht-Romantiker geeignet.

Nicht verpassen: Highlights und Events

Klassik Open Air: Klassische Musik mit Picknick

Bardentreffen: Weltmusik-Festival

Blaue Nacht: Deutschlands größte Kulturnacht

Auf youpodia.de, dem Jugendportal der Jugendherbergen, findet ihr Reiseführer für euren Backpacker-Urlaub in angesagten Städten und bekommt in den youpodia-Blogs Reisetipps und Anregungen für eure Freizeit und Infos über Aktionen und Praktika.

YAEZ.de kooperiert mit youpodia.de und veröffentlicht an dieser Stelle eine Auswahl interessanter Reisetipps.

 
 
Kategorie: Ausland
 

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