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Soziale Berufe bei der Diakonie: Altenpfleger/in

Marco arbeitet bei der Diakonie als Altenpfleger. (Foto: Diakonie)

Marco (22) lernt Altenpfleger an der Evangelischen Diakonissenanstalt in Stuttgart. Die Senioren lieben sein Lächeln und sein Klavierspiel!

Marco arbeitet bei der Diakonie als Altenpfleger. (Foto: Diakonie)


 

Als Marco sich ans Piano setzt, wird's ganz still im Wohnzimmer des Seniorenheims. Er spielt die ersten Takte eines alten Volksliedes. Besonders die alten Damen hören andächtig zu und bekommen feuchte Augen. „Mit Musik kriege ich sie alle!“, freut sich Marco.

Der 22-Jährige hat sein zweites Ausbildungsjahr gerade rum. Bisher hat er vor allem im Pflegeheim gearbeitet. Von Anfang an war er für bestimmte Bewohner fest verantwortlich. Er weckte sie zum Frühstück und half beim Waschen, Anziehen und Essen. Oft sorgte er einfach nur für Unterhaltung und Abwechslung im Heimalltag, indem er mit „seinen“ Bewohnern spazieren ging.

Die Arbeit mit den alten Menschen macht Marco echt Spaß. Sie sind von Herzen dankbar für sein freundliches Lächeln und die Zeit, die er ihnen schenkt. „Mit so wenig kann man soviel erreichen!“, sagt Marco. Dass er nach dem Abitur einen sozialen Beruf lernen würde, ist für ihn deshalb schnell klar gewesen.

Inzwischen hat Marco seinen Job auf Station gegen den mobilen Dienst eingetauscht. Mit dem Dienstwagen fährt er von Patient zu Patient. Erledigt den Haushalt, stutzt dem einen den Bart, hilft der anderen beim Wechseln der Stützstrümpfe. Aber vor allem unterhält sich Marco mit den alten Leuten und ist nicht selten schwer beeindruckt: „Es ist unglaublich, was die alles über die deutsche Geschichte wissen!“

Klar bleiben auch Generationenkonflikte nicht aus. Viele der alten Herrschaften sind streitlustig. Aber Marco hat gelernt, ruhig zu bleiben und sich geduldig mit ihren Problemen auseinanderzusetzen. „Für viele bin ich der einzige, mit dem sie überhaupt noch streiten können“, weiß er.  Eine Menge Verantwortung für einen 22-Jährigen! Sie bringt ihm persönlich total viel, kann aber auch stressen. Dann reagiert sich Marco beim Fußball im heimischen Verein oder im Fitnessstudio ab: „Da kann ich am besten abschalten.“

Neben seinen Praxiseinsätzen lernt Marco in der Altenpflegeschule viel über Anatomie (also über den menschlichen Körper) und über Krankheiten, die Menschen im Alter häufig bekommen. Auch Themen wie Sport für Senioren, Ernährung für Senioren und die Pflegerichtlinien stehen auf dem Stundenplan. Viele Gleichaltrige haben keine Ahnung, was alles zur Ausbildung gehört. Marco muss sich immer wieder schräge Sprüche anhören, wenn er erzählt, dass er Altenpfleger wird.  „Dabei habe ich so viel gelernt“, sagt er. Ihn nervt, dass er sich oft gegen das miese Image seines Berufes wehren muss.

Altenpfleger arbeiten in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Reha-Kliniken oder Sanatorien. Andere haben sich auf die ambulante Pflege spezialisiert und versorgen die alten Menschen in ihren Wohnungen. Zu ihren Aufgaben gehört Körperpflege, Blutdruckmessen, Spritzen und Medikamente ausgeben. Zu ihrem Arbeitsalltag gehört auch der Tod.

„Jeder Tag mit den alten Menschen ist anders“, sagt Andrea Mang, Marcos Ausbilderin an der Altenpflegeschule der Evangelischen Diakonissenanstalt in Stuttgart. Und sie weiß: „Der Beruf hat Zukunft!“ Altenpfleger sind überall in Deutschland heiß begehrt, schließlich gibt es immer mehr alte Menschen. „Wer examinierter Altenpfleger ist, kann sich seinen Job quasi aussuchen“, sagt Mang.

Marcos Ausbildung dauert noch knapp ein Jahr. Danach will er Pflegemanagement studieren. „Ich will was für die Altenpflege tun“, sagt er, „Schließlich werden wir alle älter. Die Pflege darf nicht länger Tabuthema sein!“

 

Soziale Berufe-Serie auf YAEZ.de
Zusammen mit der Diakonie stellen wir jeden Montag insgesamt sechs soziale Berufe vor. Noch mehr spannende soziale Berufe findest du auf www.soziale-berufe.com

 
 
Kategorie: Ausbildung
 

Shagank

18.10.2012, 00:36 Uhr Jeder Mensch schlfcpft we4hrend seines Lebens in mehr oder weginer geliebte oder gelebte Rollen. Diese Rollen werden nebeneinander gelebt. Beispiel: die Mutterrolle, neben der Rolle der Ehefrau, neben der Rolle im Beruf, neben der Rolle als Freundin, Nachbarin etc.Dabei ist der Begriff Rolle neutral zu sehen, als psychologischer Fachbegriff, nicht negativ besetzt wie wenn ich in eine Rolle schlfcpfe, um etwas zu erreichen o.e4.So mag es sein, dass ein Mensch die Rolle im Beruf gut lebt und steht, weil er seine oder die anderer Leute Erwartungen erffcllen kann. Der Rollenwechsel ins Privatleben gelingt ihm aber nicht so fcberzeugend aus irgendwelchen Grfcnden. Jede Rolle folgt ihren eigenen Gesetzen aus Erfahrungen, die man als Mensch gemacht hat.Vergl. der Clown auf der Bfchne, der privat verflixt traurig ist

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