Der Name bleibt
Die Sugababes präsentieren sich Anfang März mit neuem Album und einem neuen Gesicht.
Keines der Sugababes war von Anfang an dabei, hübsch anzusehen sind die Mädels trotzdem. (Foto: Universal)
Am 5. März erscheint das siebte Album des beliebten Trios. Es trägt den Titel »Sweet 7«. Und für alle, die sich fragen, wem das unbekannte Gesicht auf dem Cover gehört: Das ist Jade Ewen, die Neue. Sie tritt in die Fußstapfen von Keisha Buchanan. Mit Keisha geht nun auch das letzte Bandmitglied der Originalbesetzung. Ihren unfreiwilligen Ausstieg nach elf Jahren verkündete die Sängerin über Twitter. Und da 140 Zeichen sehr wenig sein können, postete Keisha ihre Erklärung dort in 15 Tweets. Das offizielle Statement der Plattenfirma Universal war weniger emotional. Es umfasste twitterkompatible 51 Zeichen und lautete: »Die aktuelle Besetzung der Sugababes löst sich auf.« Warum sollte sich Universal auch in lange Erklärungen verstricken – schließlich hat das Projekt Sugababes bis jetzt jede Neubesetzung gut überstanden.
Somit hat auch Jade Ewen in ihrer Zeit als Zuckerpüppchen gute Chancen auf internationale Charterfolge und Medienpreise. Denn mit den Sugababes hat Universal erfolgreich eine Marke etabliert, bei der die Sängerinnen lediglich in die Statistenrolle schlüpfen. Was die zukünftige Karriere von Keisha Buchanan betrifft: Es könnte schwierig werden. Denn nur wenige erinnern sich an all die ehemaligen Sugababes, die auf der rasanten Fahrt in Richtung Charts-Spitze an der Wegstrecke zurückgelassen wurden. Deshalb an dieser Stelle eine kurze Historie des süßen Trios. Mit ihrer ersten veröffentlichten Single »Overload« starteten die Freundinnen Keisha Buchanan, Mutya Buena und Siobhán Donaghy im Jahr 2000 unter dem Bandnamen Sugababes vor allem in ihrem Heimatland Großbritannien durch. Drei durchschnittlich aussehende Mädchen mit einem Sound, der cool und erwachsen klang. Auffällig erwachsen für eine Gruppe, deren Altersdurchschnitt gerade mal bei 16 Jahren lag.
Doch die drei jungen Sängerinnen brachten ihre Songs überzeugend rüber und landeten mit der ersten Single einen Top-Ten-Hit in England, Deutschland sowie Neuseeland und wurden für die beliebten BRIT-Awards nominiert. Und obwohl das erste Album der Gruppe noch drei weitere Hits bescherte, schien der Erfolg nicht den Vorstellungen der Plattenfirma gerecht zu werden. Der Vertrag mit der Girlband wurde im Jahr 2001 nicht verlängert. Die Sugababes wechselten zu ihrer heutigen Plattenfirma Universal, und die wechselte erst einmal das Konzept. Das erste Sugababe, die rothaarige Siobhán Donaghy, musste gehen. Schnell war mit der überaus attraktiven Sängerin Heidi Range, die mit der erfolgreichen Girlband Atomic Kitten bereits Chartluft schnuppern konnte, ein adäquater Ersatz gefunden. Mit Heidi und den restlichen Babes veröffentlichte Universal dann 2002 das Album »Angels With Dirty Faces«, was dem Trio zum internationalen Durchbruch verhalf.
Das folgende Studioalbum »Three« stand dem in nichts nach. Aus dem vierten Album »Taller in More Ways« wurde im Oktober 2005 die Single »Push the Button« auf den Markt gebracht, die ohne Umschweife an die Spitze der europäischen Charts schoss. Die nachfolgende Auskopplung »Ugly« war weniger erfolgreich. Die Single wurde nicht weiter promotet, und Mutya Buena verließ die Gruppe »freiwillig« und natürlich »ausschließlich aus persönlichen Gründen «. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Mit der neuen und, wen wundert’s, ebenfalls sehr attraktiven Sängerin Amelle Berrabah nahmen die Sugababes nach der Veröffentlichung eines Best-of-Albums und einer Tournee im Jahr 2007 das Hitalbum »Change« auf. Der Song »About You Now« brach Rekorde und hielt sich vier Wochen an der Spitze der UK-Charts.
Dem darauf folgenden Album mit dem Titel »Catfights und Spotlights« wurde von der Öffentlichkeit jedoch kaum Beachtung geschenkt. Es war das Album mit den schlechtesten Verkaufszahlen seit Beginn der Karriere des Trios. Die Folgen sind bekannt: Keisha Buchanan wurde durch Jade Ewen ersetzt, die, passend zum Rest der Gruppe, ebenfalls mit Attraktivität überzeugt. Der neue Sound auf dem Album »Sweet 7« klingt elektrisch, sehr sexy und hat die Absicht, auch in den US-Charts mehr Beachtung zu finden. Ob die neue Bandbesetzung Angst vor der Zukunft hat? Aber warum sollte sie, schließlich hat es schon mehrfach geklappt.











90 Schüler aus ganz Deutschland treffen sich zur Sommeruni am Bodensee – und lernen nebenbei den Uni-Alltag kennen. http://bit.ly/cq905f
Kommentar schreiben