Straßenmusik und HipHop

Ohrbooten sind immer noch ein Geheimtipp, im Pop-Business sind sie noch nicht angekommen.

Der Geheimtipp unter Festivalbesuchern. Foto: Marie Cevey

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Woher kommt der Name Ohrbooten?
Matze: Der Onkel unseres Schlagzeugers hatte immer von einer eigenen Band mit diesem Namen geträumt. Als wir in unserer Anfangszeit einen Namen für die Band gesucht haben, tauchte dieser Name wieder auf. Zunächst fanden wir ihn komisch, aber nach zwei, drei Tagen Namenssuche ohne Erfolg blieben wir dabei. Der Name bleibt eben hängen.

Euer aktuelles Album heißt »Gyp Hop«...
Ben: »Gyp Hop« ist uns am Anfang unserer Karriere vorgeworfen worden. Seitdem benutzen wir den Begriff für unsere Musik und heben uns damit positiv von anderen Lebensgefühlen wie HipHop, Metal, Reggae, Punk oder Pop ab.

Was spielt Straßenmusik dabei für eine Rolle?
Ben: Der Begriff »Gyp Hop« kommt sicher auch daher, dass Matze und ich schon lange Straßenmusik machen, die aber schon immer moderne Einflüsse wie HipHop oder Reggae beinhaltet. Dieser Lifestyle, das Rausgehen und Spielen und der direkte Kontakt zum Publikum machen »Gyp Hop« aus.

Was ist besser: Straße, Bühne oder Studio?
Ben: Das ist ein Wechselspiel. Auf der Straße herrscht oft Chaos, zum Beispiel sprechen uns Leute während dem Singen an. Die auf der Straße gewonnene Gelassenheit nimmt man dann mit auf die Bühne, und die Bühnenerfahrungen setzen wir wieder auf der Straße ein. Und das Studio ist wieder eine ganz andere Welt.

Jedes Lied auf »Gyp Hop« klingt anders: Was macht den Sound von Ohrbooten aus?
Ben: Jeder bringt seine Ideen ein, aber ein Song wird immer von der gesamten Band umgesetzt. Danach folgt ein langer Prozess bis alle zufrieden sind. Das ähnelt eher einer Gruppentherapie. Matze: Der Bandgedanke ist uns sehr wichtig. Nichts kommt vom Tonband, alles ist live umsetzbar. Auf der Straße ist das Improvisieren der größte Teil der Show und diese Freiheit, ein Lied zu verlängern, schneller zu spielen oder einfach wegzulassen, nehmen wir mit auf die Bühne.

»Mit dem Kopf durch die Wand« heißt die Single. Warum dieser Track?

Ben: Ja, die Single wird sicher nicht häufig im Radio gespielt werden. Viele können mit einer Ukulele nichts anfangen. Aber der Song ist eine Ansage und wir wollten nach zwei Jahren mit einem Knall zurückkommen.

Im Video zur Single sieht man eine Demo. Seid ihr politisch aktiv?

Ben: Eigentlich nicht. Anfragen gibt es zwar oft, wenn man jedoch überall zusagt, verdient man am Ende gar nichts mehr.
Matze: Wir unterstützen aber die Initiative »Schule ohne Rassismus.« Für zwei Schulen in Berlin haben wir die Patenschaften übernommen.

Wie war eure Schulzeit?
Matze: Ich bin froh, dass es vorbei ist. Ich empfand die Schule immer als beengend. Für mich war die Welt draußen schon immer realer. Als die Schule vorbei war, dachte ich: Jetzt habe ich endlich wieder Zeit für die Musik. Ben: Die Schulzeit war anfangs schon geil, man hing immer mit seinen Freunden zusammen ab. Am Ende hat sich die Schule aber ganz schön hingezogen, wenn es darum ging, dass du dich für einen Beruf entscheiden musst. Man sollte sich nicht gleich nach der Schule in eine Ausbildung stürzen, sonst verliert man seine Träume aus den Augen. Stattdessen sollte man es erst einmal ruhig angehen, vielleicht auch um die Welt reisen.

Und die Noten?

Ben: Ich hatte zum Glück ein liberales Elternhaus. Ich erinnere mich an einen Schüler aus der Nachbarschaft, der wegen einer Drei weinend zusammengebrochen ist. Noten waren bei mir nie das Problem: Da ich Legastheniker bin, habe ich auf alles sowieso immer zwei Noten Abzug bekommen.
Matze: Ein Lehrer hat Ben prophezeit, dass er nie etwas mit Worten zu tun haben wird. Und jetzt schreibt er Texte.

Hyperrick

02.02.2010, 17:13 Uhr In der Überschrift und der Unterzeile haben sich Fehler eingeschlichen. Die Gruppe heißt "Sugababes" und nicht "Sugarbabes" oder "Sugerbabes".

Gruß

Patrick

Redaktion yaez

03.02.2010, 09:52 Uhr Hallo Patrick,

danke für deinen Hinweis, das wurde natürlich geändert!

Viele Grüße

Krümel

03.02.2010, 14:36 Uhr Ich kann gar nicht verstehen warum das 6. Album die schlechtesten Verkaufszahlen hat, wo es doch mit Abstand das beste Album ist...
Und die Besetzung Keisha - Heidi - Amelle war auch etwas besser wie Heidi - Amelle - Jade... bleibt abzuwarten wie der Erfolg wird _ vorallem in den USA :(

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